Seit europäische Jazzmusiker erkannt haben, dass sie, wie es der Wiener Trompeter Franz Koglmann ausdrückte, «nun einmal nicht mit Baumwolle zwischen den Zehen aufgewachsen sind», befassen sie sich mit ihren eigenen Wurzeln. Die gründen in der europäischen Kunstmusik, wie im Fall Koglmanns, und in den europäischen Volksmusiken. Beides hat dem Jazz neue Horizonte aufgerissen, oder umgekehrt: Künstler aus der improvisierten Musik haben die zum Teil unter volkstümelndem Folklore-Kommerz begrabene authentisch eingeborene Musik erst wieder entdeckt. Um bald erstaunt festzustellen: Es gibt in diesem Bereich scharf ausgeprägte regionale Besonderheiten, aber, in der Substanz, kaum Grenzen. ...