So richtig Feierstimmung mochte nicht aufkommen, als zum Silvester auch das 10-Jahr-Euro-Jubiläum anstand. Pflichtschuldigst und wie immer völlig frei von Kritik wurde in den Medien der angebliche Erfolg des Euro abgehandelt. Das von der Europäischen Kommission ausgegebene Dogma wurde brav wiedergekäut: «Die gemeinsame Währung trug zu einer stabilen Finanz- und Wirtschaftspolitik bei, was wiederum für mehr Arbeitsplätze sorgte» (Pressemitteilung vom 7. Mai 2008).
Inzwischen ist es vorbei mit stabiler Finanz- und Wirtschaftspolitik. Die Industrie beklagt Auftragseinbussen in zweistelliger Prozenthöhe, Automobilkonzerne stoppten ihre Produktion, andere stellten auf Kurzarbeit um, jed ...