Viele Frauen fangen zu malen an, meistens etwa zehn Jahre nach ihrer Heirat oder, wenn sie Kinder haben, nach dem Eintritt derselben in die Pubertät. Etwa fünf Jahre lang malen sie dann, so oft sie können. In der ganzen Wohnung riecht es nach Terpentin, und natürlich steht die Staffelei direkt vor dem Fenster mit dem schönsten Ausblick, so dass der Partner nicht mehr rausschauen kann. Er sieht nur noch die abstrakten farbigen Tulpen, die die Frau malt. Ihren Bildern gibt sie philosophische Namen wie «Kosmische Tulpenklänge I», «Kosmische Tulpenklänge II» und «Kosmische Tulpenklänge III». Die einst in der Ikea gekauften Andy-Warhol-Bilder werden abgehängt und durch die « ...