Wenn aber das Vollkommene kommt, dann wird zunichte werden, was Stückwerk ist (1. Korinther 13, 10). Paulus fasst in diesem Satz die Mitte der christlichen Verkündigung zusammen. Die Mitte ist Tod und Auferstehung, und daraus geht eine Unterscheidung im Zeitbezug hervor. Für die christliche Überlieferung ist das Zeitliche vergänglich und hat keinen Bestand. Das Ewige hingegen ist das Bleibende, Unbedingte und Endgültige. Das Zeitliche ist sichtbar und das Ewige unsichtbar. Die Unterscheidung zwischen Zeit und Ewigkeit war in der christlichen Tradition durch das alte Weltbild abgesichert. Wie die Welt vom Himmel überwölbt und von der Hölle gle ...