Als der amerikanische Verlag Condé Nast im November 2017 bekanntgab, dass Radhika Jones für einen der begehrtesten Jobs der Print-Branche auserkoren worden war, die Chefredaktion der amerikanischen Ausgabe von Vanity Fair, fragten Amerikas Medien: «Radhika wer?» 25 Jahre lang war das Magazin von einem Mann geführt worden, der mit dem Magazin selber eine Legende geworden war: Graydon Carter, der Chef mit den kühn geföhnten Seitenlocken, die auf dem Bild neben seinen Kommentaren im Blatt zu sehen waren. Carters politische Ansichten waren unverblümt demokratisch, die seiner prominenten Autoren nicht unbedingt. Das kümmerte ihn nicht. Hauptsache, ...