Man stelle sich das Gegenstück vor: ein renommierter deutscher Verlag, der sich in der Deutschschweiz eine dominante Marktposition verschaffen will. Eine aufgeregte Diskussion wäre die Folge. Im Vordergrund stünde der drohende Ausverkauf eines der höchsten Güter, die eine funktionierende Demokratie besitzt, nämlich der Unabhängigkeit und Eigenständigkeit der veröffentlichten Meinung. und hinter vorgehaltener Hand hiesse es: und ausgerechnet nach Deutschland! Zu spüren wäre das Gefühl jener vermeintlichen Minderwertigkeit des Kleinstaates gegenüber dem weltmännischen Nachbarn gleicher Sprache, das uns zum Beispiel schadenfroh stimmt, wenn es dort sportliche Niederlagen absetzt.
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