Mit leiser Enttäuschung werten in ihren Bilanzen die Sportjournalisten der NZZ den Umstand, dass sich die Olympischen Spiele erfreulicher entwickelten, als sie befürchtet hatten. Zwar wird die «Freak-Show» der Höchstleistungen beklagt, und man rümpft vorauseilend die Nase über mögliche politische Entgleisungen, die vielleicht noch kommen mögen. Der säuerliche Ton passt schlecht zu diesen Spielen, die doch anschaulich gemacht haben, dass sich im freien Wettkampf eine Uridee der europäischen Aufklärung ausdrückt: die Forderung, dass der Mensch ungeachtet seiner Herkunft, Hautfarbe und Konfession allein aufgrund der Leistungen, die er in den Augen anderer bringt, beurteilt werde. E ...