Grossartig sieht es aus, das gigantische, von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron erdachte «Birds Nest» (Vogelnest) von Beijing, wenn auch nur aus einer gewissen Distanz. Wer sich das Prunkstück der Olympischen Spiele von 2008 in diesen Tagen von nahe anschaut, wird je nach Standpunkt von Wehmut oder Schadenfreude, sicherlich aber von einer gewissen Enttäuschung beschlichen. Gerade sieben Monate sind seit der letzten grossen Show in der monumentalen Arena – der Schlusszeremonie der Paralympics – vergangen, und schon blättert innen wie aussen der Lack ab in breiten Streifen. Aus den mit Maschendraht umzäunten Vorplätzen wurden Dutzende von Bodenplatten herausgerissen, ...