Seine Shorts sehen zu klein für ihn aus, wie aus den fünfziger Jahren, als hätte er die Sachen von seinem Vater geerbt. Er hat das Narbengesicht eines ewigen Verlierers im Federgewicht. Wie Charlie Chaplin ist Franck Ribéry (1,70 m gross) der personifizierte kleine Mann. Ausserdem ist er einer der aufregendsten Fussballer dieser Zeit. Seinetwegen pilgern einige von uns Parisern selbst an eisigen Abenden in den ungemütlichen Vorort Saint-Denis, um Frankreich im Stade de France spielen zu sehen. Ribéry ist in mindestens zweifacher Weise ein neues Fussballermodell: Er ist der Bauer als Held und der Zwerg als grosser Mann. Sein untypischer Aufstieg ist eine sehr französische (speziell nor ...