Mut und Opferbereitschaft sind niemals eine reine Domäne des Militärs gewesen, auch wenn dieses deren Darstellung und Feier im öffentlichen Raum beherrscht hat. Postheroische Gesellschaften sind dadurch gekennzeichnet, dass eine starke Gewichtsverlagerung vom militärischen zum zivilen Heldentum stattfindet. Und das betrifft keineswegs nur das gewachsene Erfordernis von Zivilcourage in bedrohlichen Alltagssituationen, sondern schliesst auch Krisen- und Kriegssituationen ausserhalb unserer eigenen Gesellschaften ein: In der Regel wird von den Journalisten und Fotografen, die sich bis ins Kampfgebiet vorwagen, aber auch von den Mitarbeitern humanitärer Hilfsorganisationen mehr physischer M ...