Das erste Wort der «Ilias» beschwört den Zorn des Achilles herauf, jenes physisch starke Gefühl des mächtigsten aller Krieger, welches zuerst König Agamemnon mit bewusster Anmassung herausfordert, mit der für die Griechen beinahe fatalen Konsequenz, dass der Beleidigte von den Schlachten vor Troja fernbleibt. Doch als Patroklos, der engste Freund des Achilles, vom Trojanerprinzen Hektor im Kampf getötet wird, schlägt die Zorn-Wirkung der Distanz in die Zorn-Wirkung blutiger Rache um, welche Hektor das Leben kosten wird und die Niederlage der Trojaner einleitet.
Diese Kriegs-Welt der «Ilias» ist eine uns fremd gewordene Welt, eine Welt von «thymotischen» Gesten und Reaktionen, w ...