Der Maler Karl Frei besserte die Wohnung von Sandra Roth aus. Bei einem Pausenkaffee kam man ins Gespräch. Sandra Roth, Mutter dreier Kinder, erzählte von ihren finanziellen Schwierigkeiten. Er bot ihr ein Darlehen in der Höhe von 6000 Franken zu acht Prozent Zins an. Ein grosszügiger Mann. Nach der ersten Rückzahlungsrate von 1100 Franken wurde Sandra Roth arbeitslos und lebte fortan von der Sozialhilfe. Keine Chance, die nächste fällige Rate zu begleichen. Sie erhielt einen Brief. Komme sie ihren Verpflichtungen nicht nach, lasse er sie betreiben. Unterschrift: Karl Frei.
Als nichts passierte, griff der Vierzigjährige erneut in die Tasten. Das nächste Schreiben unterzeichnete er m ...