Unter dem Eindruck des sowjetischen Zusammenbruchs verkündete Francis Fukuyama zu Beginn der neunziger Jahre das «Ende der Geschichte»: Zwar werde es weiterhin Ereignisse von geschichtlicher Bedeutung geben, aber ein grosses Gegenprinzip zu Demokratie, Rechtsstaat und Marktwirtschaft sei nicht mehr vorhanden. Der Demokratisierungsprozess könne aufgehalten werden und Rückschläge erleiden, aber im Prinzip sei er alternativlos. Samuel Huntington sprach damals von «Demokratisierungswellen», die in gewissen Abständen von den westlichen Gesellschaften ausgingen und autoritäre Regime bzw. Diktaturen hinwegspülten.
Diese optimistische Zukunftsperspektive ist inzwischen dahin. Huntington s ...