Für die einen ist er ein begabter Entertainer, für andere ein Windei, ein Hofnarr oder schlicht ein Wichtigtuer, der schamlose SelbstÂrekla-me betreibt. Ein talentierter Dokumentarfilmer mit der Neigung zu Exzentrik und sarkastischem Witz ist er allemal. Michael Moore hat mit seinen polemi-schen Doks wie «Bowling for Columbine» und «Fahrenheit 9/11» nicht nur Millionen von Dollars verdient und heftig polarisiert – er hat gleichzeitig das langjährige Stiefkind Dokumentarfilm attraktiv gemacht. Statt mit staubtro-ckener Belehrung montiert er sein ÂMa-terial mit emotionalem Furor und schlitz-ohriger Possenlust.
Die Masche erwies sich als so reizvoll, dass es Epigonen fast zu hageln b ...