Es ist nicht so, dass dies das einzig gültige Konzept eines Piano-Trios wäre (im Jazz immer noch eine klassische Formation). Es gibt überschäumende, sozusagen barocke Piano-Trios, Oscar Peterson oder Phineas Newborn sind nur zwei Beispiele. Es ist auch ein Irrtum, dass «das Wahre» (was immer das sei) sich nur den einfachsten Ausdruck suche und Beredsamkeit grundsätzlich im Verdacht der Lüge stehe.
Virtuosität ist ein legitimes Kunstideal. Allerdings nicht das von Julia Hülsmann, der in Berlin lebenden Pianistin mit Jahrgang 1968, die vor kurzem mit der sechsten CD für ECM zum Trio-Format zurückgekehrt ist. Anders gesagt: Sie ist eine Virtuosin der Ökonomie, einer auf weite R ...