Am vergangenen 15. März wurde Charles Lloyd 75 Jahre alt, er gehört also schon aus kalendarischem Grund zu jenen Musikern, die Max Roach, als er noch selbst dazugehörte, «the survivors» nannte. Lloyd ist allerdings noch in anderem Sinn ein Überlebender. Nach seinen popmässig erfolgeichen Anfängen («Forest Flower», 1966) und nach der Auf- lösung seines Quartetts (mit Keith Jarrett, Ron McClure und Jack DeJohnette) zog er sich 1970 von der Szene zurück, und erst eine Nahtoderfahrung im Jahr 1986 legte ihm nahe, das geschenkte zweite Leben auch als eine Verpflichtung zu betrachten. Er begann die Zusammenarbeit mit dem Label ECM, wo seit 1989 bis heute 16 CDs entstanden sind, ...