Im Jahr 1922 erschien ein Roman mit dem schlichten Titel «Johannes. Roman einer Kindheit». Autor war der 46-jährige Schweizer Jakob Schaffner, der die Grossstadt Berlin allerdings längst seiner Basler Heimat vorzog. Die NZZ druckte den «Johannes» in zahlreichen Folgen; deren Chefkritiker Eduard Korrodi urteilte, seit Thomas Manns «Buddenbrooks» sei kaum mehr ein Roman von solcher Menschfülle erschienen. Weit eher als Thomas Manns Erstling nahm Schaffner allerdings den «Grünen Heinrich» von Gottfried Keller zum Vorbild. Der Zürcher Germanistikprofessor Robert Faesi fand Schaffner Keller gegenüber allerdings zweitran ...