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Zu viel des Guten
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Bertolt Brecht

Zu viel des Guten

Krieg und Kapital: böse. Weil das niemand treffender sagen kann, wird er gespielt und gefeiert, als gäbe es kein Morgen – und der Mensch nickt dazu: «Er hat so Recht, der Brecht.» Aber nun hat sich der Dramatiker eine Pause verdient. Schluss mit der Ausbeutung des Top-Proleten!
«Glotz nicht so romantisch!» ist ein berühmter Satz von Brecht, der meist im Singular falsch zitiert wird. Mancher Dialog in manchem Hollywoodfilm hätte diese Worte dringend nötig. Wenn Julia Roberts mit ihrem Lächeln mal wieder die ganze Welt verzaubern will, müsste ihr das ein alter Europäer ins hübsche Gesicht sagen. Das wäre ein Illusionsbruch. Also in Brechts Sinn. Aber auch schon bei Brecht spricht diese frechen Worte keiner aus. Der junge Wilde wies für sein 1919 uraufgeführtes Stück «Trommeln in der Nacht» die Regie an, dem Publikum Tafeln mit diesem Spruch vorzuhalten, auf dass sich ja kein Zuschauer wohlig mit dem Geschehen auf der Bühne identifizieren und auf altmo ...
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