Anne Keller ist kompetent, kennt alle und kommt von ganz oben. Wer sonst sollte Kunstgesellschafts-Präsidentin werden? Dann trat ein zweiter Kandidat an.
An einem sonnigen Aprilvormittag erwartet sie uns im 200 Millionen Franken teuren Erweiterungsbau des Kunsthauses. Dieser war noch frei von Kunst – Eröffnung ist diesen Herbst –, doch für sie gab’s dennoch einiges zu erklären: «Cinq blancs, un rouge», sagte sie und zeigte zum Alexander-Calder-Mobile an der Decke, es folgten Urs Fischers «Grundstein 8» und eine der Glocken oder, für Kennerinnen, William Forsythes akustische Intervention «The Sense of Things». Die Botschaft war so wenig übersehbar wie die Videoinstallation «Tastende Lichter» von Pipilotti Rist auf dem Heimplatz: Wer das Zürcher Kuns ...
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