Nicht alle breiten Wege führen zur Hölle, nicht alle schmalen ins Paradies, aber der Teufel hat doch leichtes Spiel, wo die gebratenen Tauben ins Maul fliegen und die Trauben tief hängen. So gesehen ist das Veltlin die rechte christliche Herausforderung. Ganz ohne Sendungsbewusstsein hätte sich Stefan Keller, ursprünglich Weinpublizist, kaum auf das Abenteuer eingelassen. Wo der Wein herkam, der Generationen von jungen Schweizern in Skilagern die alkoholische Unschuld raubte, an den steilen Hängen entlang der Adda um Tirano, war einst der Ruf des Nebbiolo so ruiniert wie in der Gegend von Ghemme und Gattinara (durch die Massenmarke «Spanna»).
Aus dem Nebbiolo entstehen seit je die gr ...