Die Heuchelei ist die Schwester der Feigheit. Am Abend der Attentate steht Peter Rothenbühler im Studio von «10 vor 10». Bestbesetzung. Ein Medienmensch, ehemaliger ChefÂredaktor verschiedener Zeitungen und Zeitschriften, ein Pendler zwischen der Deutschschweiz und der frankofonen Welt.
Die Betroffenheit ist ihm ins graue Gesicht gegraben. «Müssen wir unsere publizistischen Grenzen nach diesen Vorfällen neu justieren?», wird er gefragt. «Auf keinen Fall», antwortet Rothenbühler, «diese vier Journalisten sind als Märtyrer der Pressefreiheit gestorben.» In den siebziger Jahren sei die Zeitschrift noch viel schärfer gewesen, erinnert der Gastkommentator. «Heute leben wir in ...