Berlin
Man muss sich das Verhältnis von Friedrich Merz, 67, und Kanzlerin a. D. Angela Merkel, 68 (beide CDU), wie einen Tanz vorstellen. Er war da, wo sie hinwollte (Unionsfraktionschef), und ist jetzt wieder dort, wo sie mal war (Fraktions- und Parteichef). Ein verbissener Macht-Mambo, bei dem mal der eine, mal die andere führt und beide auf der politischen Tanzfläche gute Miene zum bösen Kampf um die Formnoten der Juroren machen. Sie hatte es im Amt mit seinen Anhängern zu tun, und er kann heute keinen Schritt tun, ohne in Partei und Gremien auf ihr Erbe zu stossen. Zwei Tänzer in wirbelnden Drehungen, die ohne einander nicht denkbar sind, die immer aufeinander reagiert, ...