Fast ein halbes Jahr schmorten die Amtshilfegesuche beim Finanzdepartement. Seit Monaten wollten die amerikanischen Behörden Aufklärung über UBS-Kunden, die des Steuerbetrugs verdächtigt werden. Seit gefühlten Ewigkeiten schoben Hans-Rudolf Merz und Eveline Widmer-Schlumpf das heisse Dossier vor sich her. Schliesslich verhängte die US- Administration ein Ultimatum: Bis 18. Februar 2009, Mitternacht, müssten die Informationen vorliegen. Um 21 Uhr bequemte sich der Bundesrat zu einer Sitzung. Die UBS reichte ihre dreihundert Kundenakten unverzüglich den Amis weiter. Auf Geheiss der Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) – die wiederum dem Bundesrat untersteht. Am darauffolgenden Freit ...