Kann man fröhlich traurig sein? Gibt es den zuversichtlich Verzweifelten? In der Literatur schon. Dort wimmelt es von Protagonisten, die sich an Trauer und Verzweiflung laben, als tauge nichts anderes als Lebenselixier.
Simon Nardis ist einer dieser zufrieden wehmütigen Antihelden. Ein Tagträumer, der die Hälfte des Lebens hinter sich hat und den ein Hauch von Melancholie umweht: Er, der Ingenieur, muss von Paris in einen Badeort an der Atlantikküste fahren, um einem jungen Berufskollegen zu helfen, eine industrielle Heizungsanlage zu reparieren. Da Probleme auftreten, verpasst er den Zug am frühen Abend, den er eigentlich nehmen wollte, weil in Paris seine Frau Suzanne auf ihn wartet. ...