Der einfachste Weg zu Medienaufmerksamkeit führt nicht mehr über eine Gesangs-Castingshow, sondern über das Bekenntnis, Opfer von Fremdenfeindlichkeit zu sein. Der zurzeit grösste Medienstar dieser Kategorie ist eine Berliner Altenpflegerin, die in Bern eine Selbsthilfegruppe für ausgegrenzte Deutsche gründete. Nach der Abstimmung zur Masseneinwanderungsinitiative durfte sie wieder in ARD, ZDF und unzähligen Zeitungen über ihr Leid als Ausländerin in der Schweiz klagen.
Das Schweizer Fernsehen wollte am Abstimmungssonntag ebenfalls solche Erlebnisberichte zeigen. Unter dem Titel «Tschüss Schweiz» strahlte es einen Film aus über Deutsche, die heimkehren. «Immer mehr Deutsche ...