Ich hatte noch nie Lust, mir was auszudenken. Dazudenken, unterstellen, ausschmücken, verfälschen, begradigen, unterkellern – all das gehört natürlich dazu, zum Schreiben. Aber der Ursprung muss doch in der Wirklichkeit liegen. Anders kann das Schreiben einen ja nicht zu sich zwingen, zu ihm, dem Schreiben, und den Autor zugleich zu sich – selbst. Die Motivation ist, Wirklichkeit zu verstehen, zu verarbeiten und festzuhalten. So muss dem Erleben notwendigerweise der Rückzug folgen, das Alleinsein mit sich und der Schrift, den Wörtern, später: Worten; die Gegenwart gehört dann eingefroren, aber das ist natürlich hin und wieder nicht so leicht, sie bricht sich Bahn, dringt durch a ...