Bücher der Woche
Zwangsläufiges Scheitern?
Ilko-Sascha Kowalczuk: Walter Ulbricht. Der kommunistische Diktator. C. H. Beck. 956 S., Fr. 81.90
Der Bau der Berliner Mauer ab dem 13. August 1961, so wissen wir spätestens seit den Forschungen des Historikers Rolf Steininger, war das Ergebnis eines Deals zwischen Moskau und Washington. Dem SED-Chef Walter Ulbricht wäre der vom Kreml-Herrscher Nikita Chruschtschow ins Spiel gebrachte separate Friedensvertrag mit dem östlichen deutschen Teilstaat lieber gewesen, hätte er ihm doch die Kontrolle über die Zugänge zum Westteil Berlins zu Lande, zu Wasser und in der Luft beschert – und damit die Möglichkeit, die Massenflucht aus der DDR ohne Mauerbau zu stoppen. Wie Franz Josef Strauss in seinen Memoiren berichtete, kündigte der frischgebackene US-Präsident John F. Ken ...

