Psychologisieren, allein oder zu zweit, ist heute ein Volkssport. Was halten Sie davon?Die Gefahr, dass das zum Selbstzweck wird, ist gross. Dem dauerhaften Psychologisieren stehe ich – ob dies nun als Einzelperson oder als Paar betrieben wird – kritisch gegenüber, weil es in der Regel nichts zur Problemlösung beiträgt. Eine Beziehung, in der das Paar einen Grossteil der Zeit damit verbringt, sich zu fragen, welche Schwierigkeiten warum vorliegen, ist sicher keine gute Beziehung. Das gilt auch für die Psychotherapie. Sie kann sich zu einseitig mit der Analyse von Problemen statt mit ihrer Lösung befassen.
Funktioniert die Schweiz und insbesondere die Therapeutenhochburg Zürich in d ...