Sind Thurgauer dreimal dümmer als Genfer? Tessinerinnen elfmal kränker als Glarnerinnen? Basler doppelt so allein wie Appenzeller? Solche Dinge fragt kein Witzbold, im Gegenteil, solche Antworten geben nackte Statistiken. Im Thurgau, in Appenzell Innerrhoden oder Uri bestehen nur gut 11 Prozent der 19-Jährigen die Matur, in Genf über 33 Prozent. Im Tessin gibt es auf 100000 Einwohner 55 Apotheken, im Kanton Glarus fünf. In der Stadt Basel lebt hinter jeder zweiten Haustür eine Einzelperson, in Appenzell Innerrhoden hinter jeder vierten.
So gross die Kontraste in der kleinen Schweiz sind, sie werden akzeptiert, manchmal sogar gelobt. Nur selten, wenn es gerade ins Konzept passt, werden ...