Wir haben uns so gefreut – vergebens: Riccardo Chailly kann die drei Auftritte des Amsterdamer Concertgebouw-Orchesters Anfang September beim Lucerne Festival nicht leiten. Seine Schulterverletzung kommt in einem heiklen Moment. Es wäre der Anfang eines langen Abschieds gewesen. Denn der Maestro steht vor einem Umbruch seiner Karriere: 2004 wird er, nach 16-jähriger Tätigkeit in der holländischen Metropole, das Concertgebouw-Ensemble verlassen und nach Leipzig ziehen. Dort soll er das Gewandhaus-Orchester übernehmen: als Kapellmeister im Konzertsaal und als Generalmusikdirektor im Opernhaus. Es ist diese Doppelrolle, die den 49-Jährigen lockt.
Nicht, dass sich Chailly mit den Concert ...