Vom Fenster aus sah man den Dorfplatz. Einen Metzger gab’s, einen Bäcker, eine Molki, das Gemüse zieht man vermutlich selber. Und drei Hotels. Im Appenzeller Stil. Farbige Fassaden, Hängegeranien, dreistöckig. Ich sass im Speisesaal des einen Hotels, eines über 300-jährigen Baus, im ersten Stock. Vor mir ein Teller Appenzeller Spezialitäten. Ich stach in die Siedwurst und fragte mich: Also – welches der drei Hotels muss verschwinden? Der «Adler»? Der «Hirschen»? Oder der «Sternen»? Oder alle drei?
Der Gedanke ist kein böses Spiel eines Städters. Alle drei Hotels sind nicht mehr wünschenswert. Sie gehören zu jener Kategorie, die von den Schweizer Banken auf die rote Liste ...