Die Kunst des Duos ist, in der improvisierten Musik, eine der ganz grossen Herausforderungen. Kein Versteck, nirgends. Kann sich der Solist allenfalls in die Routine retten, in das, was die Finger unter Umgehung des Kleinhirns von selbst produzieren, sind die Partner eines Dialogs ohne Unterlass einander gegenseitig ausgesetzt, zum Einfall sozusagen aus Verantwortung verpflichtet. Hängt man selbst, lässt man den andern hängen. Es gab mal einen eigentlichen Duo-Boom im Jazz, und vieles daran langweilte mich. Im Duo gibt’s kein Mittelmass, keine «noch interessante» Zwischenzone. Entweder geht’s da ums Ganze, um Sein oder Nichtsein sozusagen, oder die Veranstaltung gleitet ins Etüden� ...