Zustände sind das, beklagen die Gewerkschaften: Ostdeutsche Maler rackern in Lausanne für 17 Franken die Stunde, vertraglich vorgesehen wären 27 Franken. In Freiburg verlegen Franzosen Fliesen für 16 statt 25 Franken. In Basel arbeiten spanische Schreiner für einen Hungerlohn von 9 Franken. Und das ist erst der Anfang. In Osteuropa lauern Heerscharen williger Arbeiter darauf, sich endlich auch in der Schweiz verdingen zu dürfen, um hiesige Löhne zu unterbieten und Schweizern die knappen Arbeitsplätze wegzunehmen. Es droht, Achtung, «Lohndumping» – der Gewerkschaften wohl pfiffigste Wortentdeckung des fast vergangenen Jahres.
Indem allen voran die Gewerkschaften solcherlei Lohn- u ...