Stéphane Grappelli, der 1997 im Alter von 89 Jahren starb und auf dem berühmten Friedhof Père Lachaise begraben liegt, war die dieser letzten Ruhestätte angemessene Legende zu Lebzeiten. Zu sagen, er habe dem Jazz die Geige erfunden, ja mehr noch: zusammen mit Django Reinhardt und dem Quintette du Hot Club de France die erste eigenständige europäische Spielform des Jazz, ist nur wenig übertrieben. Die Partnerschaft des feinsinnigen, akademisch gebildeten Homosexuellen mit dem in mancher Hinsicht anarchischen Manouche-Gitarristen, einem ausgeprägten Homme à Femmes, war vielen Spannungen ausgesetzt, aber gerade deshalb musikalisch ein couple made in heaven, auf der Basis von gegen ...