Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht aus dem Iran. Die gute Nachricht (aus westlicher Sicht) lautet: Die Sanktionen haben der Islamischen Republik bis ins Mark zugesetzt. Eine Kostprobe davon habe ich bereits vor meiner Abreise erhalten, als eine Transaktion des Arbeitgebers auf mein Schweizer Konto mit dem Vermerk «Spesenvorschuss Dienstreise Iran» von der Bank blockiert wurde. Ein kleines Ärgernis, das in keinem Verhältnis zum Alltag der Iraner steht.
Letztes Jahr schrumpfte die iranische Wirtschaft um fünf Prozent. Irans Währung ist dramatisch eingebrochen. Sein Ölhandel liegt im Keller. Hundert Milliarden Dollar, Erlöse aus dem Ölverkauf, sind auf Konten im Ausland e ...