Zwölf Jahre lang drehte ich am Dokumentarfilm «Mounted by the Gods» über Voodoo-Riten in Westafrika.
Ich glaubte nicht mehr daran, dass meine Magazin-Reportagen etwas bewirkten. Ich war ausgelaugt. In Benin fand ich, wonach ich suchte, und war gezwungen, zu verweilen.
In den Riten, den sich im Rhythmus wiegenden Körpern, den in Trance gefallenen Tänzern, die drohend und feierlich zugleich an ihren heiligen Orten der Nacht erschienen, erkannte ich meine Bestimmung. Es war mehr als nur ein optisch faszinierendes Thema. Es war meine Obsession. Ich war bereit, die Orientierung zu verlieren, mich fallenzulassen in ein Zimmer ohne Boden.
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