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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Tag, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zu dieser Sondersendung von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, zuversichtlich am Donnerstag, dem 8. Januar 2026. Ich stehe hier sozusagen am Ground Zero, der Brandkatastrophe von Grand Montana. Gestern Abend sind wir angekommen, um uns hier vor Ort ein Bild zu machen. Im Hintergrund sehen Sie die Absperrungen um das Lokal, um die Bar Le Constellation. Dort hat sich in den frühen Morgenstunden des 1. Januars eine fürchterliche Brandkatastrophe ereignet. munter. Geschoss ist ein Feuer ausgebrochen bei leicht brennbaren Schallisolationskunststoffmaterialien. An der Decke innerhalb von 55 Sekunden hat sich dieser Brand so ausgebreitet, dass es zu einem sogenannten Flash-Over gekommen ist mit grässlichen Folgen. Mindestens 40 Tote, bis jetzt 40 Tote, über 100 Schwerverletzte. Wie viele von ihnen überleben werden, ist unklar. noch nicht bekannt. Die meisten von ihnen werden dann fürs Leben gezeichnet sein. Und jetzt ist natürlich die ganz grosse Frage, wie war das möglich? Wie konnte so etwas passieren in der Schweiz, in einer renommierten Wintersportgemeinde, die seit Jahrzehnten beweist, dass sie ja Sicherheitsrisiken im Griff hat? Das ist nicht bekannt. Da sind in Grand Montana beispielsweise in den Bergbahnen oder anderen Infrastrukturen grössere Mängel zu beklagen gewesen. Wie ist das möglich, auch in einem Land wie der Schweiz, das Sicherheit gross schreibt, das einen ausgebauten Staatsapparat hat, der natürlich kontrolliert, wer da Restaurants betreibt, wer sie betreiben darf, wie er sie betreibt. Da gibt es Auflagen, die von gewissen Gastronomen geradezu als Schikanös bezeichnet werden. Und jetzt sehen wir, dass hier diese Bar... während sechs Jahren nicht kontrolliert wurde. Es kommen laufend Missstände ans Licht. Also wie war das möglich? Ist das ein systemischer, ein symptomatischer Sumpf, der sich da vor unseren Augen allmählich zur Kenntlichkeit stellt? Oder ist das ein isolierter Unglücksfall mit sicherlich höchst zwielichtigem Hintergrund, auch mit möglicherweise strafrechtlich... relevanten Aspekten. Das gilt es jetzt herauszufinden, natürlich einerseits durch die Untersuchungsbehörden, aber natürlich auch für uns Journalisten. Ich glaube, es ist wichtig und das ist auch meine Anliegen hier, dass man immer wieder probiert, ein faires Bild einzufangen. Wir haben als ziemlich erste Zeitung sehr stark die Missstände, die Ungereimtheiten angeprangert und die Fragen gestellt, die gestellt werden müssen. Auch diese... Die verstörenden Medienkonferenzen und Medienauftritte der zuständigen Behörden, das hat natürlich grösste Verunsicherung, um es mal so auszudrücken, ausgelöst. Auch ein wachsendes Misstrauen, ob hier überhaupt der Wille vorhanden ist, diesen Dingen auf den Grund zu gehen. Aber es ist eben auch wichtig, das sind aufwühlende, das sind emotional aufpeitschende Ereignisse. Da muss man immer auch wieder seine eigenen Wahrnehmungen... Befindlichkeiten einem Realitätstest unterziehen. Und das ist natürlich auch das Ziel jetzt dieser Reise, dieses Besuchs, dieser Reportage, dieser Gespräche, die wir führen können. Wie ist die Stimmung hier in Grand Montana? Im Moment sehen Sie da etwas Betrieb. Es schneit, es ist noch viel stärkerer Schneefall angesagt. Ja, es ist wieder etwas Bewegung hier auf den Strassen. Als wir am Morgen rausgingen, wirkte... Die Gemeinde ist ausgestorben, es sind viele Feriengäste abgereist, sehr, sehr wenig Betrieb, fast etwas gespenstisch da der morgendliche Rundgang und jetzt doch eine gewisse Ansammlung von Menschen. Viele von ihnen sind Journalisten, vor allem aus Italien. Dort ist sehr viel Druck zu spüren auf die Gemeinde, auf den Kanton, auch auf die Schweiz, fast etwas. Man hat das Gefühl, als ob unser Land da im Ausland integral auf der... Die Anklagebank sitzt. Ja, es gibt viele ausländische Opfer zu beklagen, aber ich glaube, man darf in diesem Zusammenhang auch auf die Tatsache hinweisen, dass in der Brandnacht am meisten von den Opfern Schweizer waren. Es sind also sehr viele Schweizer Jugendliche, Schweizer Kinder gestorben, auch von zum Teil bekannten, einflussreichen Familien. und von dort her... ist die emotionale Betroffenheit und vielleicht auch jetzt etwas die mediale Anprangerung aus dem Ausland sich dieser Tatsache nicht immer ganz bewusst werden, so zumindest meine Beurteilung des Medienechos. Also wir haben hier sehr, sehr viel journalistische Präsenz. Gleich neben mir befindet sich, ich zeige Ihnen das, ein improvisiertes Iglu-Zelt. Das versammelt die Memorabilien, sehr viele Blumen, souveränieres Andenken, Kerzen, mit denen der Opfer gedacht wird. Das sind sehr herzzerreissende Bilder und auch Emotionen, die man in diesem Zelt spüren kann. Das ist vielleicht mein Haupteindruck von diesem ersten. Der Tag hier in Grand Montana ist schon eine enorme Beklemmung, eine grosse Betroffenheit, auch eine Trauer natürlich zu spüren. Sie überwiegt, nach meiner Einschätzung, die Wut und die Enttäuschung darüber, dass so etwas passieren konnte. Wir haben mit Anwohnern gesprochen, wir haben auch schon mit Offiziellen gesprochen und aus all diesen Diskussionen ist vielleicht... Eine Botschaft ist speziell herausgekommen. Ja, man ist bestürzt, man ist auch fassungslos, man fragt sich, man erwartet eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge. Aber gleichzeitig weist man auch mit aller Vorsicht darauf hin, dass das Leben weitergehen muss. Und dass natürlich dieser Ort der Lebensfreude, der Ferien, des Tourismus auch wieder in die Zukunft sich sozusagen... bewegen können muss und dass man diese ganze Fürchterlichkeit der Ereignisse überwinden wird. Und das ist vielleicht so ein Resilienzfunken, den man hier mitbekommen hat. Klar, die Walliser, das ist ein Bergkanton. Das Wallis ist einer der interessantesten Kantone der Schweiz. Zum einen ein riesiges Tal, bergig, abgeschlossen, aber auch sehr grossräumig. Weltoffen, aber auch irgendwie etwas verschlossen und für sich mit einer sehr eigenen Kultur, schwierig zu verstehen für Aussenstehende, auch für Schweizer, wie ein Mikrokosmos für sich. Das Wallis, ein Organismus, der faszinierend, aber auch sehr eigenwillig und unabhängig in der Schweiz steht. Und Sie spüren auch bei mir hier das Bemühen, natürlich dieser Wirklichkeit gerecht zu werden. Und von den Wallissern, das meine zürcherische Betrachtung von aussen, muss natürlich auch gesagt werden, über Jahrhunderte hinweg haben sie in diesem Tal und zum Teil auch in diesen sehr anforderungsreichen, risikobehafteten Berggebieten überlebt. Und die Kunst des Überlebens ist natürlich den Wallissern hier ganz besonders eingeschrieben. Auch der Umgang natürlich mit Katastrophen, vor allem mit Naturkatastrophen. Das hier ist etwas ganz anderes, das ist eine menschengemachte Katastrophe. hier abwielen. menschliches Versagen stattgefunden, vielleicht auch strafrechtlich relevantes Verhalten. Für mich ist das verbrecherisch, dass es so weit kommen konnte. Aber die Urteile müssen dann natürlich die Strafbehörden fällen. Das können nicht die Gerichtshöfe der Medien an ihrer Stelle tun. Beklemmung, Trauer, Wut, Enttäuschung, vielleicht eher etwas in zweiter Linie, der Wille. Auch sozusagen wieder in eine Normalität zurückzukehren, das ist das wechselhafte, emotionale Bild, das wir mitbekommen. Wir haben dann gefragt, ob man das auch bekommen sehen kann, was der Gastronom, der französisch-korsische Wirt, für einen Ruf gehabt habe in Grand Montana. Da sind ja mittlerweile ziemlich beunruhigende Medienberichte ans Licht gekommen, etwa dass dieser Barbetreiber ein... verurteilter Strafträter in Frankreich war, wegen Zuhälterei. Es wurden ihm Verbindungen ins organisierte Verbrechen nachgewiesen. Allerdings, und das ist auch noch interessant, Haben unsere Gewährsleute, unsere Gesprächspartner jetzt nicht sozusagen empört auf die Person dieses Betreibers gezeigt? Eine Frau hat uns gesagt, ja, eine gewisse Schummrigkeit habe ihn da umgeben, aber viele haben gesagt, nein, ein tüchtiger Schaffer, einer, der sich da eingesetzt hat, erinnert relativ kurzer Zeit, ein kleines Imperium von Restaurants. aufgebaut habe. Man habe auch nicht gewusst, dass da sehr viel Geld verdient worden sei und woher dieses Geld alles gekommen sei. Das sind jetzt alles Nachrichten, die erst Stück für Stück ans Licht kommen. Also der Eindruck, der sich hier zusammenfügt, ist nicht der, dass man das hat kommen sehen oder gewissermassen eine telegrafierte Katastrophe mit Ansage, das ist eher etwas weniger das Gefühl, das einem hier... vermittelt wird, aber verbunden immer in all diesen Gesprächen mit dem Willen, dem Wunsch und auch der Erwartung an die Behörden, dass das lückenlos aufzuklären sei. Ich habe mit einigen Politikern gesprochen, auch prominenten früheren Bundesräten, unter anderem mit Micheline Calmiré, der ehemaligen Außenministerin. Sie ist eine Walliserin, sie ist übrigens jetzt in der Nähe von Grand Montana. Allerdings, weil es stark geschneit hat, ist es... schwierig, zu ihr persönlich durchzukommen. Wir haben telefoniert, sie kennt die Bar Le Constellation. Das war früher ein Tierraum mit einem Untergeschoss und Freizeitinfrastrukturen für Kinder, Ping-Pong-Tische, diese Fussballkästen, an denen man spielt. Das ist ja dann umgebaut worden zu einem richtig gehenden Nachtclub, in dem sich dann eben dieses Drama abgespielt hat. Sie kennt. Diesen Ort, sie bezeichnet ihn heute als eine Art Friedhof, der hier sozusagen im Zentrum der Stadt steht. Und natürlich sehr, sehr tragisch, dass jetzt überschattet die ganze Atmosphäre in Grand. Und wir haben natürlich auch darüber gesprochen, wie sie das einschätzt, wie die Gemeinde damit umgehen wird, wie die Walliser, wie der Kanton Wallis dieses Ereignis verkraften wird. Ihr Vertrauen als Walliserin ist natürlich gegeben, dass dieses auch durch eine harte Umgebung geprägte Erfolg diese Tragödie irgendwie verdauen kann. Wir werden sehen, was in den nächsten Wochen und Monaten herauskommt, was da an Ermittlungsergebnissen auch noch... ans Licht zu bringen sein wird, auch journalistisch sehr, sehr wichtig. Meine persönliche Zwischenbilanz dieser ganzen Eindrücke, Erfahrungen, Erkenntnisse ist die, ja, es ist eine fürchterliche, menschengemachte Katastrophe, die lückenlos aufzuklären ist. Aber jetzt mit diesem Vorfall die ganze Gemeinde, den ganzen Kanton... Und gar die Schweiz an den Pranger zu stellen, das geht zu weit. Da steckt dann natürlich auch wieder sehr viel Profilierungsenergie der entsprechend interessierten Stellen dahinter. Beim Journalismus habe ich gelegentlich den Eindruck, dass all die Medienleute, die jetzt den Ansehensverlust der Schweiz beklagen, dass einige davon zumindest sich heimlich auch fast schon etwas daran zu erfreuen scheinen. Wir werden sehen, wie sich auch das hier entwickelt. Das Leben wird weitergehen müssen in Gran Montana, aber ohne eine Aufklärung, ohne eine auch strafrechtlich saubere und unabhängige Durchdringung dieser Vorgänge wird man da nicht zur Ruhe kommen können. Dies meine ersten vorläufigen Eindrücke. Wir melden uns zurück nach weiteren Gesprächen. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. Das war's. Bis bald. und bleiben Sie auf unserem Kanal.

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