Japans erste Premierministerin, die konservative Sanae Takaichi, steht nach der vorgezogenen Parlamentswahl vor einem überwältigenden Wahlsieg. Laut einer Nachwahlbefragung des öffentlich-rechtlichen Senders NHK ist ihre regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) gemeinsam mit dem Koalitionspartner Japan Innovation Party auf dem Weg, bis zu 366 der 465 Sitze im Unterhaus zu gewinnen – und damit eine komfortable Zweidrittelmehrheit zu sichern.
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Takaichi hatte das Parlament nur vier Monate nach ihrer Wahl zur Parteichefin aufgelöst, um sich ein frisches Mandat zu holen – ein riskanter Schritt, der sich nun auszuzahlen scheint. Die Zustimmung für ihre Regierung liegt stabil über 70 Prozent. Die Wahl markiert auch eine Zäsur: Noch 2024 war die LDP in Korruptionsskandale verstrickt und verlor ihre Mehrheiten in beiden Parlamentskammern. Das langjährige Bündnis mit der Komeito-Partei zerbrach.
Nun scheint Takaichi das Vertrauen vieler Wähler zurückgewonnen zu haben. Vor allem trommelt sie gegen Wokeness, Sozialismus und Geburtenmangel. Ein ausführliches Porträt lesen Sie im Artikel, der Ende Oktober in der Weltwoche erschienen ist.