Indien hat in der Nacht auf Mittwoch gezielte Luftangriffe auf pakistanisches Territorium geflogen. Ziel sind laut Verteidigungsministerium «terroristische Infrastrukturen» in Pakistan und im pakistanisch kontrollierten Teil von Kaschmir gewesen. Islamabad spricht von einem beispiellosen Angriff und nennt das Vorgehen eine «Kriegshandlung».
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Hintergrund der Eskalation ist ein tödlicher Anschlag auf Touristen in der Region Pahalgam, bei dem Ende April 25 Inder und ein nepalesischer Staatsbürger ums Leben kamen. Neu-Delhi macht die pakistanische Terrorgruppe Laschkar-e Taiba für den Anschlag verantwortlich – und sieht Beweise für eine direkte Beteiligung aus Islamabad. Pakistan bestreitet jegliche Verwicklung.
Die pakistanische Armee teilte mit, fünf indische Kampfjets abgeschossen zu haben, darunter auch französische Rafale und russische Flugzeuge. 26 Menschen seien durch die indischen Angriffe getötet worden, darunter zwei Kleinkinder und sieben Frauen. Premierminister Shehbaz Sharif kündigte eine «kraftvolle Antwort» an und ordnete die Schliessung des Luftraums sowie von Schulen in Punjab und Islamabad an.
Indien bezeichnete die Operation als «fokussiert, massvoll und nicht eskalierend» – dennoch hat sie das Potenzial für einen offenen Krieg zwischen den Atommächten. Beobachter rechnen mit einem Gegenschlag Pakistans binnen Stunden.