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Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Tag, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zu einer weiteren Sondersendung von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabhängig, kritisch, zuversichtlich, aufgezeichnet. am Freitag, dem 9. Januar 2026. Und heute ist ein ganz spezieller Tag im Kanton Wallis. In Martini findet der grosse Gedenkanlass zu dieser fürchterlichen Brandkatastrophe von Grand Montana statt. In Grand Montana selber eine direkte... Die Direktübertragung und die ganze Schweiz steht heute still. Wie auf der Titelseite des Wallis-Verboten zu lesen, ist nationaler Trauertag. Und ich freue mich, dass ich hier sein darf, in der Redaktion dieser Zeitung. Das ist eine der wichtigsten Zeitungen im Kanton Wallis, das dominierende deutschsprachige Blatt. Es gibt noch den Nouvellist, das für das Unterwallis zuständig, französischsprachig. und vor der Kamera und bei uns in der Sendung ist... Armin Bregi, er ist der Chefredaktor dieser Zeitung. Natürlich ist es sehr interessant von ihm zu hören, wie man als Journalist im Kanton Wallis diese ganze Brandkatastrophe bewertet, wie man vielleicht auch die Berichterstattung beurteilt, aus anderen Kantonen, die zum Teil sehr kritisch ist. Auch die der Weltwoche kommt nicht nur gut an, aber es gibt da sicherlich interessante Argumente, die wir hören werden. Also herzlich willkommen bei uns hier in der Sendung. Und herzlich willkommen hier bei uns auf der Redaktion des Falles verboten. FISF. Schön, ja. Wir sind die dominierende Tageszeitung, aber natürlich auch die einzige deutschsprachige Tageszeitung. Das um das noch zu präzisieren. Ja gut, dann sind Sie stärker als alle potenziellen Konkurrenten. Getraut sich gar niemand gegen Sie anzutreten. Ja, es ist beeindruckend. Das ist also ein toller Redaktionsraum, ein Grossraumbüro. Wir sehen hinter uns die Nachrichtenredaktion, die Chefredaktion. Also das ist hier wirklich ein pulsierender Newsbetrieb. Hinter der Kamera gewissermassen die Rechercheabteilung, die Autoren. Vielleicht sagen Sie zum Einstieg noch ein paar Stichworte zum Walliser Boten. Was zeichnet diese Zeitung aus? Was ist Ihnen wichtig publizistisch? Wir sind eine Zeitung, die natürlich sehr, sehr stark den Fokus auf die lokale Berichterstattung legt. Das heisst, wir gehen wirklich in die Dörfer rein. Wir sind präsent in den Teilern, in den Seitenteilen. Das ist unser Kernbusiness, das ist unsere Kernkompetenz. und das pflegen wir wirklich außerordentlich aus. Wir sind hier ein Konstrukt. Wir haben hier zwei Redaktionen zusammengelegt. Die Kollegen vom Radio Rothe arbeiten mit uns zusammen, mit der Redaktion des Walliser Botern. Das nennt sich dann Pomona Media, das Oberwalliser Medienhaus. So können wir uns gut behaupten in der Medienlandschaft. Sie haben mir erzählt, das ist eine Genossenschaft. Sie sind hier alle Miteigentümer. Also diejenigen, die wollen, sind Teilhaber dieser Genossenschaft von Pomona Media. Das stimmt, das ist korrekt. Und profitabel. Wir sind profitabel, wir schreiben Gewinne, wir haben stabile Abo-Zahlen und wir versuchen das so zu halten. Jetzt hat dieses Jahr fürchterlich begonnen mit dieser Brandkatastrophe im Paradies von Grand Montana. Das ist ein Zitat von Micheline Calmire, der früheren Bundesrätin, die bis vor kurzem, ich glaube noch bis gestern, in der Umgebung von Grand Montana, sie kommt von dort, gewesen ist. Ja, wie haben Sie das? darauf reagiert? Als Chefredaktor, als verantwortlicher Publizist und vielleicht was sind da die Schwerpunkte, die Sie da gesetzt haben und was war Ihnen wichtig und was ist Ihnen wichtig in der Berichterstattung? Also in einer ersten Phase der Berichterstattung haben wir eigentlich die Rettungsaktion an und für sich thematisiert und da konnten wir feststellen, dass das hochprofessionell organisiert war. Wir haben hier eine Eigenheit im Kanton Wallis, dass das ganze Rettungswesen eigentlich unter einem Dach ist. Das ist die kantonale eine Waldesrettungsorganisation. Und so konnte dieses Zusammenspiel zwischen der Ambulanz und den Sanitätern, den Notärzten, den Helikoptern sehr gut organisiert werden. Um 1.30 Uhr in der Nacht ging diese Tragödie los. Und ich glaube, vor 5 Uhr morgens waren alle Patienten erst versorgt. Ich glaube, diese Leistung muss man auch erkennen. Das hat man auch an dem Ort so erkannt. Dann kommen jetzt die weiteren Teile der Berichterstattung, die Nachbearbeitung. Wie haben die Behörden funktioniert? Wie hat die Staatsanwaltschaft funktioniert? Und dort muss man viele kritische Fragen stellen. Wir haben aber dann hier auf der Redaktion auch mal das Gefühl gehabt, dass das Ganze ein bisschen überdreht, überreizt. Dass Sachen behauptet wurden, die nicht klar sind. Dass Sachen kommuniziert wurden, publiziert wurden, die zum heutigen Stand, ich meine, das ist eine Woche her. Die Untersuchungen laufen seit einer Woche. Man kann heute noch nicht sagen, dass die Staatsanwaltschaft versagt hat. Und es gab verschiedene Journalisten, auch Sie haben das so erwähnt, dass dort ein krasser Versagen vorliegt. Wir sind der Meinung, es ist verfrüht, diese Bilanz schon zu ziehen. Ich bin einverstanden mit dem Dienerköppel, dass Fehler passiert sind, aber ich denke, es ist eine, das System hat ein bisschen überdreht zeitweise und es ist dann in eine Richtung gegangen, da wir dann auch einmal einen Konter setzen mussten in unserem Land und gesagt haben, vielleicht... überdrehen einige Journalisten. Was ist Ihre Interpretation, das fragen sich ja viele, jetzt auch im Ausland, wie ist das möglich, dass so etwas passieren konnte in der Schweiz? Und in einem Bergsportort, der eine jahrzehntelange Reputation hat, auch für Sicherheit, ich meine mit Bergbahnen, man hat nie irgendetwas gehört, zumindest ist mir nichts bekannt. Und jetzt so etwas, viele fragen sich natürlich, ist das ein tragisches Einzelereignis? ist das der Vorwurf. Der Vorwurf ist schnell bei der Hand. Das sind systemische Probleme, nicht nur ein Symptom. Aber Sie sind da natürlich näher dran. Sie haben auch die Reaktionen der Walliser. Sie kennen hier, wie der Pulsschlag im Kanton ist. Was ist denn Ihre bis jetzt vorläufige Erklärung, wie es zu so etwas kommen konnte mit dieser fürchterlichen Todesbilanz? Es ist offensichtlich, es konnte so weit kommen, weil gravierende Fehler passiert sind. Die Frage ist, wo genau sind diese Fehler passiert die Schuldigen. Fakt ist, dass in diesem Lokal ein Feuer ausgebrochen ist. Man weiss mittlerweile auch relativ genau, wie das passiert ist, mit diesen Wunderkerzen auf diesen Champagnerflaschen und so. Und es ist eine Schallisolation eingebaut worden, die nicht den feuerpolizeilichen Kriterien entspricht. So muss man heute davon ausgehen. Und so hat sich diese Tragödie angefangen zu ereignen. Und die Frage ist... War das nur in Gramontana möglich oder nur im Wald, wie dann auch zum Teil suggeriert wird? Und da denke ich eben, diese Behauptung kann man zwar nicht stehen lassen, ich denke, es gibt viele Lokalitäten, wo es diese Problematiken auch gibt. Und da muss man jetzt halt überall genauer hinschauen. Vor allem auch im Wallis, aber nicht nur im Wallis. Wir haben ja eines der strengsten Brandvorschiffsgesetze, also das strengste in der ganzen Schweiz. Wir haben diese einjährige Kontrolle, die ja nicht eingehalten wird. Da muss man kontrollieren. Genau. Aber die Gemeinden sind mit dieser einjährigen Kontrolle überfordert, weil sie häufig die Ressourcen nicht haben. Und darum gibt es Lücken. Aber es gibt natürlich auch Kantone, wie zum Beispiel Zürich oder Bern oder Dessin. Dort sind ja diese Fristen viel, viel länger. Das sind die fünf- oder zehnjährigen Fristen, die man kontrollieren muss. Also man könnte jetzt auch sagen, ohne jetzt irgendeinen Schutz zu nehmen, in einem anderen Kanton wäre man noch in einem juristischen Rahmen, der eigentlich eine ganz andere Auslegung ermöglicht. Ja, das ist ja alle fünf Jahre kein Problem und so weiter. Niemand hat irgendeinen Fehler gemacht. Also als wäre in anderen Kantonen, sagen Sie, wäre die Nonchalance sogar grösser. Ja, ich würde unseren Kollegen in der Deutschwelt empfehlen, schaut mal auf euren Kantonen. Was habt ihr da für Fristen, wie wird kontrolliert? Können dort diese Kontrollen eingehalten werden? Und dort gibt es dann vielleicht auch Fragezeichen, die auftauchen. Aber ich will das nicht hier im Wallis, diese Fristen konnten nicht eingehalten werden. Das ist ein gravierender Fehler. muss man jetzt schauen, wie kann man dieses System der Kontrollen, der Brandschutzkontrollen so herbringen, damit das eben sicherer wird und so etwas nicht mehr passieren kann. Aber es ist wichtig, was Sie sagen. Es ist nicht eine Frage der Gesetze oder der Verordnungen, die beurteilen Sie als streng, als keine, sondern es ist eine Frage der Umsetzung, eine Frage des menschlichen Versagens letztlich, das da läuft. Was sind aus Ihrer Sicht eigentlich jetzt die ungerechtfertigsten Behauptungen, die in diesem ganzen Zusammenhang aufgestellt werden? Ja, es gab ja dann schon... massive Vermischungen von Klischees über das Wallis. Das Wallis ist ja ein Kanton, der immer ein bisschen, so hat man zumindest das Gefühl, eine Art, eine Sonderstellung hat. Sie haben alles mit ihrem Dialekt und sie schauen für sich und sie kennen einander alle, sind einander verwandt und diese ganze Verfilzungstheorien. Und natürlich, das Wallis ist ein schmaler Landstrich. Wir haben hier im Oberwallis 80.000, 85.000 Einwohner. Natürlich kennt man sich hier oftmals sehr, sehr gut. Aber was dann? dann da verwoben wurde und gezimmert wurde für Konstrukte, dass eben das Wallis auch verbunden ist mit der Mafia in Korsika und dass dann eben diese verschiedensten Thesen so kolportiert wurden und ohne dass man das eigentlich belegen kann. Und da muss man dann schon auch irgendwann an das Handwerk des Journalismus sich erinnern und besinnen. Was ist die Aufgabe von Journalismus? Es ist die Aufgabe, kritische Fragen zu stellen, aber es ist auch die Aufgabe, zu berichten, was ist und was man dass man weiss zu informieren und nicht nur einzig zu spekulieren. ist aus meiner Sicht dann schon auch eine Grenze überschritten worden. Ein Klischee, das auch immer wieder herumgeboten wird, ist ja, man spielt die beiden Teile des Wallis gegeneinander aus. Ja, das ist unter Wallis, ich habe auch viele Zuschriften erhalten, ja, Herr Köppel betont... Sie das? Es ist eine Unterwalliser Geschichte und nicht eine Oberwalliser Geschichte. Das ist ja auch so eine Projektion. Ich weiss nicht, wie viel Wahrheit da drin steckt. Was ist da Ihre, wie haben Sie auf diese Deutungen und diese Unterstellungen? reagiert, um sich da zu sagen. Das ist Mentalitätsunterschiede zwischen Rom und in Deutschschweiz oder zwischen Ober und Unter, weil es gibt. Das ist sicherlich so, aber ich glaube, diese Tragödie, da steht der Kanton zusammen. Wir haben ja nicht nur diese Tragödie erleben müssen, wir haben ja in der jüngeren Vergangenheit verschiedenste andere Katastrophen auch erleben müssen. Ich spreche jetzt nur mal von Platten oder von den massiven Überschwengungen in in Sieders und Schippis. Und dort steht dann der Kanton schon zusammen. Und die Solidarität ist dann über die Raspi, die Raspi ist der Grenzfluss zwischen dem Ober- und dem Unterwald, schwappt dann die Solidarität schon über diesen Fluss hinweg. Wie beurteilen Sie jetzt auch zum Teil die Reaktionen aus dem Ausland, aber auch zum Teil aus der Deutschschweiz, die massiv Kritik geübt haben an der Staatsanwaltschaft, auch am Behördenauftritt der Lokalregierung, der Gemeinderregierung. von Gran Montana. Es ist ja bereits aus politischen Kreisen der Rufe gegangen, es wäre besser, Herr Tadwalis würde die Strafuntersuchungen abgeben. Ich meine, Sie kennen diese Verhältnisse natürlich viel genauer als die, die jetzt da vielleicht auch auf die Schnelle ein Urteil abgeben. Was ist dazu Ihre Meinung? Ja, ich kann mich da eigentlich wiederholen. Es ist wichtig, dass man das kritisch beleuchtet. Und es sind in der Tat auch Fehler passiert. Auch von der Generalstaatsanwältin Beate Spio hat zum Teil Sachen gemacht, die dann im Rückblick... Oder jetzt, wo man sagen kann, das war sicherlich nicht gut gelöst, zum Beispiel eben, dass sie Anwälte empfohlen hat, die die betroffenen Familien eigentlich engagieren sollen. Das sind eigentlich Sachen, die wirklich sehr quer im Raum stehen. Aber ich wehre mich gegen die Behauptung, nach einer Woche sagen zu können, dass die Wandel zur Staatsanwaltschaft bereits versagt hat. Ich glaube, Madame Pio, es gibt eine Strafprozessordnung. Wir sind beides nicht Juristen. Wir müssen uns vielleicht auch auf das verlassen, was die... die Spezialisten sagen, aber ich habe mit Spezialisten gesprochen und es gibt dann eben auch die andere Seite, dass es Rechtsprofessoren gibt, die sagen, es gibt eine Strafprozessordnung und die ist eigentlich verbindlich auch damit, dass diese Untersuchung gut läuft. Und das ist der rote Faden für Madame Piu und eben nicht, dass man sich auch von den Medien zu stark unter Druck setzen lässt und dann Fehler macht. Unbedachte Aussagen können eine Untersuchung nachher auch gefährden. Und da muss man dann vielleicht schon auch einen... ein gewisses Verständnis aufbringen, dass die Generalstaatsanwaltschaft nicht alles kommunizieren kann, weil das schlussendlich die Untersuchungen oder sogar den Prozess gefährden oder negativ beeinflussen kann. Also nicht den Strafprozessverfahren vorausgaloppieren, wie halt die Neigung oft genug in der Öffentlichkeit ist. Vielleicht noch ein Wort zu den internationalen Reaktionen. Haben Sie das studiert? Es gibt ja da auch eine massive Energie, die da entwickelt wird, vor allem in Italien. Ich war heute Morgen... an der Einvernahme, also draussen bei der Staatsanwaltschaft. Ich habe eigentlich fast nur italienische Journalisten gesehen. Es hat schon ein paar Schweizer gegeben, aber vor allem Italiener. Die sind da also fast schon mit Regimentstärke aufgefahren. Viele Franzosen. Wie schätzen Sie das ein? Ja, es kommen tragischerweise auch Opfer aus Italien und Frankreich. Naturgemäss ist dann das Interesse dort sehr hoch. Und ja, die italienischen Journalisten, ich bin es da nicht so noch dran, aber ich glaube, sie haben ja auch einen. ein bisschen eine andere Mentalität gehen, grundsätzlich offensiver mit solchen Themen um. Und das widerspiegelt sich dann wohl auch in dieser Berichterstattung. Aber ich kann jetzt nicht eine medienkritische Einordnung geben, was in Italien alles passiert ist. Und dass jetzt hier auch die Politiker kommen, weil wir haben eine Bundespräsidentin gehabt in der ersten Medienkonferenz, kann man sagen, gut, das ist die Aufgabe des Bundesrates präsent zu sein. Es sind dann noch weitere Bundesräte gekommen, jetzt sind noch Staatsoberhäupter angemeldet. Wie beurteilt man das in Ihrer Zeitung? ist hier die die Gefahr da, auch etwas eine Art politische Profilierung jetzt beschiedener Exponenten auf Kosten so einer Katastrophe. Was ist da etwas die Linie der Berichterstattung jetzt im Walliser Boden? Also ich denke, man muss dann doch auch nicht vergessen, dass das das tragische Ereignis war, das in der Schweiz in der jüngeren Vergangenheit passiert ist. Und dass diese Betroffenheit wirklich da ist und dass das die Leute beschäftigt und dass die Leute auch halt suchen. Und heute um 14 Uhr steht das Wallis, steht die Schweiz still. Die Bergbahnen werden abgeschaltet. das wird. wird es Es werden alle Betriebe eingestellt und es ist schon ein Ereignis, das sich tief in das Walliser Wesen eingepflanzt hat. Das wäre meine nächste Frage. Wie schätzen Sie das ein? hier sozusagen die kollektive psychologische Wirkung dieses Ereignisses. Was hat das ausgelöst? Wie denkt das Wallis über das? Und was sind vielleicht hier die authentischen... Fragen oder auch Empörungen, Wutempfindungen oder Trauerempfindungen? Was haben Sie da herausgefunden? Am Anfang eben auch, logischerweise eine grosse Trauer, eine grosse Solidarität. Aber auch jetzt kommen natürlich auch zurecht, auch kritische Fragen, dass man diesen ganzen Ablauf, diese ganzen Prozesse, diese ganze Untersuchung auch kritisch begleiten muss. Aber wir stehen schon noch hier im Schatten dieser Tragödie und sind Wir sind dort immer noch sehr stark betroffen, obwohl wir eben gelernt oder lernen mussten, mit Katastrophen umzugehen. Ich erinnere nochmals an Platten, wo im Mai letzten Jahres ein ganzes Dorf verschwunden wurde. Ich erinnere an die Überschwemmungen, die im Sommer 1924 waren. Es gibt hier leider viele Katastrophen und der Waldesser lernt vielleicht auch bis zu einem gewissen Grad mit diesen umzugehen. Ich sehe das zum Teil auch hier. hier auf der Redaktion bin, wir sind mittlerweile dort in diesem Krisen- oder Katastrophenmodus so eingespielt. Eigentlich weiss schon jeder, was er tun muss, weil man genau weiss, was nun passieren wird. Das sind dann so Mechanismen, die sich dann in verschiedensten Bereichen auch ausprägen. Also gehärtet auch durch gewisse und immer wiederkehrende und nicht in letzter Zeit Prüfungen des Schicksals. Ich meine, es gibt eine lange Geschichte von Naturkatastrophen in Berggebieten und der Kanton Wallis ist ja einzigartig. in dem, dass er Berge, also hochalpine Gebiete, verbindet mit fast schon mediterranen Gebieten, Weinbau und so weiter. Das ist ja ein Kanton auch der interessanten Gegensätze. Kann ich noch etwas kurz einlegen zu Platten? Wir haben ja über die Berichterstattung gesprochen. Wenn wir uns jetzt auch die Berichterstattung von Platten anschauen, das war ja auch am Anfang sehr stark von Solidarität geprägt. Aber sehr schnell kam dann die Diskussion, dass wird diese Seite. Bergtaler eigentlich entvölkern müssen. Zu teuer. Zu teuer, oder ja, das kann man sowieso nicht mehr beleben, wegen den Auswirkungen des Klimawandels. Natürlich muss man das auch anschauen, wo kann man künftig in den Bergen noch bauen, leben und wohnen. Aber dass auch dort bereits kurz nach der Katastrophe diese Frage so offensiv in den Raum gestellt wurde, da habe ich eben einen gleichen, erkenne ich einen gleichen Mechanismus wie jetzt in Grau-Montana, dass dort dann schon auch einige Medienschaffende vielleicht zu schnell ein bisschen überdrehen. Kanton Wallis ist auch ein sehr weltoffener Kanton. Schon von Alters her ist er von den Römern benannt worden. Wallis, das Tal, das grosse Tal, Sie haben es geschildert, ein eigener Mikro- oder fast schon Makrokosmos. Zur Weltoffenheit verdammt, viele berühmte Walliser haben Akzente gesetzt, weltweit, Cesaritz-Namen, auch ein Sepp Blatter, Infantino, FIFA, aber auch viele Unternehmer, die bekannt sind über die Grenzen des Kantons und auch über die Grenzen des Landes hinaus. Also die Weltoffenheit ist hier ein wichtiges Thema, gerade in Grand. Jetzt haben wir es zu tun, um nochmal auf den Fall zurückzukommen, mit einem Betreiber-Ehepaar aus Corsica, aus Frankreich. Mit mutmasslich oder sagen wir mal jetzt aufgrund schon bestätigter Berichte nachweislich auch kriminellem Hintergrund. Da würde mich noch interessieren, wie Ihre Zeitung mit diesem Thema umgegangen ist. Also was haben Sie da geschrieben, was war da Ihre Kommentierung? ist ja auf den ersten Blick, ich sage jetzt mal vom Stammtisch aus gesehen, quasi auf fürchterlich kommen irgendwelche Franzosen, machen so eine Horrorbar auf und wir lassen uns von denen sozusagen auch noch über den Tisch ziehen. Also ich sage es jetzt mal etwas auf einen... eine Bourget-Cose-Art und Weise. Was sind da vielleicht die Akzente, die Sie gesetzt haben? Wir haben dort eine Recherche angesetzt. Und es ist ja im Kanton Wallis so, dass wenn man ein Restaurant oder eine Bar betreiben will, dann muss man einen Strafregisterauszug beilegen. Und wir sind jetzt dort dahinter zu fragen, wieso hat dieser Betreiber die Bewilligung erhalten, wenn er doch eigentlich diesen Strafregisterauszug hätte beilegen müssen, dann hätte man gesehen, dass er vorbestraft ist. durchgeht. irgendwo eine Lücke, die wir noch nicht bis zum Boden recherchieren konnten, aber das ist der Ansatz, den wir dort verfolgen. Wie konnte das passieren, dass er dort in Montana diese Bar eröffnen konnte? Wie gross ist die Empörung über diese Tatsache? Auch hier jetzt vielleicht etwas auf den Volksmund geschaut. Was hören Sie an Reaktionen? Was sehen Sie vielleicht auch in den Leserforen? Ist das ein grosses Thema? Also das jetzt Ausländer, diese Bar? Genau, diese Bar. Ist das ein Thema im Kanton Wallis? Wir haben keine solche Kommentare hier bei unserer Zeitung reinbekommen, die eigentlich auch das zielen, diese Diskussion. findet so im Oberwallis und ich denke auch im Unterwallis nicht statt. Es ist eine fürchterliche Katastrophe und es ist etwas, Sie sehen ja vielleicht auch an der Berichterstattung in anderen Kantonen, dass das die Leute aufwühlt und natürlich auch Ausdruck ist einer Betroffenheit, die über den Kanton Wallis hinausgeht. Wenn man sagt, die Schweiz steht da ja auch irgendwo im Fokus und der Bergtourismus ist wichtig für uns, das Sicherheitsversprechen der Schweiz. Was glauben Sie, welche Spuren wird diese Katastrophe gesamthaft in der Schweiz hinterlassen? Wenn man hört, dass Italien der Mythos ist, der Schweiz ist zertrümmert. Glauben Sie, ist das so dramatisch? Oder ist das vielleicht jetzt auch etwas aus der ganzen Aufgewühltheit heraus? Sind das überschiessende Diagnosen? Was glauben Sie, wird dieses Ereignis auch für die Schweiz langfristig, mittelfristig bedeuten? Ich denke, ein Chat. Entscheidend ist, wie diese Krise weiter gemanagt wird. Macht das Wallis, macht die Schweiz das gut, professionell, korrekt, mit allen nötigen Elementen, die dort berücksichtigt werden müssen? Dann kann man das, den Schaden vielleicht in Grenzen halten oder die negativen Auswirkungen. Aber es ist, glaube ich, wirklich entscheidend, was jetzt genau passiert. Kann das Wallis diese Untersuchungen wirklich professionell bis zum Ende stemmen? Wie wird dieser Prozess dann geführt? Was gibt es für Weiterentwicklungen? Der mediale Druck wird ja riesig bleiben. Wenn der Druck riesig ist, passieren auch immer wieder Fehler. Wie werden diese Fehler dann weiter ausgebaut oder, ich sage es mal, ausgeschlachtet? Das sind alles Entwicklungen. Das zu antizipieren, ist, glaube ich, Stand jetzt noch relativ schwierig. Was interessant ist, es gibt ja vergleichbare Fälle. Kaprun, auch ein fürchterlicher Vorfall, gab über 100 Tote. Da haben mir Leute gesagt, also ein Jahr später... da hat man eigentlich gar nicht mehr darüber geredet. Gibt es natürlich auch dieses Phänomen. Wo sehen Sie in diesem ganzen Dunkeln, in dieser Finsternis eigentlich die Lichtblicke? Gibt es etwas, wo Sie sagen, da kann man auch positive Ansätze finden? Sie haben den Rettungseinsatz erwähnt, vielleicht noch andere Facetten? Ja, ich glaube, es ist jetzt auch wichtig, damit solche Tragödie nicht mehr passieren können, dass man eben auch versucht, diese Brandschutzkontrollen so zu organisieren, das dass sie wirklich gut machbar sind, dass das Personal auch in den Restaurants, in den Weizen, überall gut geschult wird, damit, wenn irgendwo ein Feuer ausbricht, das kann passieren, dass man weiss, wie man reagieren kann, dass die Leute sensibilisiert sind, dass man wirklich mit den Norasgängen schaut, dass man die Lokalität nicht überbelegt, dass man dort wirklich sein Bewusstsein schafft und vielleicht auch in diesem Bereich doch auch dann strengere Massnahmen vorgibt, damit sich die Leute bewusst sind, solche Sachen können. leider passieren. Wir müssen aber möglichst verhindern, dass sich das wiederholt. Also ein Augenöffner und vielleicht auch ein Appell an die Eigenverantwortung. Man denkt vor allem an diese pyrotechnischen Dinge. Es sind ja auch bestimmte Werbevideos gelöscht worden von dieser Bar. Offenbar schon in der Zwischenzeit tauchen jetzt auf. Auf jeden Fall, wir werden sehen, wie sich das Ganze auswirken wird, auch nach dem heutigen Tag. Herr Bregi, ganz herzlichen Dank für diese Einschätzung, für diese Auskünfte. Weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit. Besten Dank, ich danke Ihnen für Ihren Besuch.

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Fausses nouvelles sur le canton du Valais: le rédacteur en chef Armin Bregy sur Crans, les clichés et les tribunaux des médias

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Date de début: 31.03.2026
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