Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde, vor allem in Deutschland, in Österreich, im Fürstentum Lichtenstein, aber selbstverständlich auch in allen anderen Ländern, in denen Sie uns zuschauen. Ich begrüsse Sie jetzt zum voraussichtlich letzten Mal aus meinem Hotelzimmer, direkt aus Los Angeles, zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig... kritisch gut gelaunt am Donnerstag, dem 26. Juni 2025. Man kann ja vieles sagen über die USA, man muss da auch manches hinterfragen, man muss ja alles hinterfragen, was auf einen eindröhnt und einprallt. Aber die Vereinigten Staaten von Amerika sind eben auch ein grossartiges Land. Ich hatte vor einer Woche die Gelegenheit, in St. Petersburg ein paar Tage zu verbringen, am Petersburger Wirtschaftsforum. auch hoch inspirierend und natürlich zutiefst geprägt von der europäischen Kultur. Und das Gleiche sieht man natürlich auch hier in Los Angeles, dieser uneuropäischsten aller europäischen Städte. Aber in Los Angeles ist eben beheimatet die Unterhaltungsindustrie, die Filmindustrie. Und diese Filmindustrie verkörpert wie vielleicht nichts anderes die Charakteristik und auch das Beste, was man über die Amerikaner sagen kann, nämlich dass sie immer wieder in der Lage sind, mit ihrer Fantasie, mit ihrem Vorstellungsvermögen und dann eben auch ihrer Tüchtigkeit und dem Willen, Grenzen zu überschreiten, in immer neue Galaxien vorzustossen, in denen noch kein Mensch war. Und auch wenn es nur Fake-Galaxien sind, künstlich hergestellt, fabriziert, in den Unterhaltungslabors der Traum- und Sehnsuchtsfabrik Hollywood. keine andere Branche. versinnbildlicht so sehr dieses amerikanische Talent, das natürlich auch seine negativen Seiten hat, das wollen wir hier gar nicht in Abrede stellen, aber interessant eben, das ist etwas auch zutiefst Europäisches, denn die ersten Filmpioniere, die prägenden Gestalten, viele von ihnen waren Europäer, denen es eben in Europa zu eng geworden war, diese ganzen Konventionen, die Regeln, die Monarchien diese Unterdrückung, die Freiheitszer... die ja in Europa über Jahrhunderte hinweg zum guten Ton gehörte, sozusagen die DNA ausmachte. Darum haben wir uns ja auch als Schweizer da etwas verabschiedet, aus dem Staub gemacht, hinter die sieben Berge versteckt, um dort ein anarchisches, freiheitliches System aufzubauen. Und die Vereinigten Staaten von Amerika sind eben auch von diesem ursprünglichen Freiheitsgeist getrieben. aber sie sind sozusagen auch ein Der Privat der europäischen Kultur und die russische Kultur ist eine zutiefst europäische. Eine, die auf Europa gewirkt hat, durch die grossen Künstler und Errungenschaften, aber auch eine, die sich immer wieder von Europa inspirieren lassen. Also, was will ich damit sagen? Eigentlich immer das Gleiche. Brücken bauen statt Brücken verbrennen. Zusammenkommen, das Gemeinsame betonen und auch sich bewusst werden, was uns alles verbindet. Und selbst wenn man... einer Kultur auch ganz fremd gegenübersteht, meine Damen und Herren, am Ende des Tages sind wir alles Menschen, die sich da immer wieder in ihrem Gerangel, in ihrem Chaos zurechtfinden und auch miteinander auskommen müssen. Also für mich hier hochinteressant, was ich alles erleben durfte. Zum Abschluss habe ich noch eine ganze Serie von Podcasts aufgezeichnet, vor allem der Film- und Unterhaltungsindustrie gewidmet, unter anderem vom Grauman's Chinese Theatre. unter anderem vom Hollywood Museum im ehemaligen Max Factor Bildung. Und dann, für mich ein ganz spezielles Highlight, konnte ich mich noch hineinschleichen ins Whisky A Go Go. Das ist der legendärste Rockclub hier an der Westküste, der Musik, der Kulturgeschichte geschrieben hat, mit den Doors und ihren legendären Abenden, bis sie dann rausgeschmissen wurden, weil Jim Morrison, der dann selber zum Sexgott aufstieg, also Ödi Bal, sexuell verschwurbelte Anspielungen in Bezug auf seine Eltern gemacht hat. Das war dann selbst für das Kalifornien der 60er Jahre zu viel im Whisky a Coco. Also die Provokation, die Rebellion, sie hatte eben auch hier irgendwo ihre Heimstatt. Und das steckt dann, auch wenn natürlich das alles verkommerzialisiert und durchgetaktet ist, heute in der ganzen Maschinerie, ein Funke von dem ist eben nach wie vor konserviert. Und das spürt man wenn man hier da ist. Und ich versuche etwas von dieser Begeisterung natürlich auch rüberzubringen. Nicht im Sinne einer abschliessenden Behandlung, aber weil ich sie eben auch anregen möchte, vielleicht in diese Geländekammer einmal einzusteigen. Ein ganz anderes, aber nicht minder wichtiges Thema. Schnitt jetzt, harter Schnitt. Am Freitag, 27. Juni, also morgen, findet im Dolder Grand in Zürich statt, über den Dächern der, der, einer der schönsten Schweizer Städte. Ich muss jetzt aufpassen, was ich sage, sonst beschweren sich dann die Berner und die Basler und alle anderen Stadtbewohner der Schweiz. Bei mir am 27. Juni findet der Arnova Nuclear... Energy Summit statt, von 9 Uhr bis 17 Uhr 30. Und dieses Gipfeltreffen widmet sich der Kernenergie und einem der vielleicht entscheidendsten Themen der Gegenwart, nämlich der Energiesicherheit unter Einbezug aller Energieträger. Also gerade in Deutschland, wo sie ja hinter Brandmauern sich die Wirklichkeit verstellen, wo sie Denkverbote haben, Sprechverbote, diese ganze Gerümpel an Tabuisierung. Das haben wir in der Schweiz etwas weniger und wir sprechen über den Dächern von Zürich, befreit, inspiriert hier noch etwas vom kalifornischen Geist, über die nukleare Energie. Wir haben tolle Experten, tolle Praktiker, auch Unternehmer aus der ganzen Welt eingeladen, aber es ist kein Gottesdienst für die Kernenergie. Auch Kritiker, solche, die die Risiken betonen, kommen vor. Also ich glaube, das könnte eine ganz interessante Veranstaltung werden. Vielleicht sollten Sie sich überlegen, doch noch... Ihren Freitag ein bisschen umzustellen, gehen Sie auf die Webseite von Arnova. Ich zeige Ihnen das gleich hier im Bildschirm, arnova.com. Und dort finden Sie auch die entsprechenden Links, um sich anzumelden. Wir veranstalten das gemeinsam mit Arnova, um hier eben das Thema Kernenergie nach vorne zu bringen. Ich moderiere durch den ganzen Tag und wenn ich moderiere, können Sie sicher sein, Das gibt also kein... Gefachsimpel, kein Fachchinesisch, wo man nicht mehr mitkommt, denn ich bin selber da heillos überfordert und muss das Ganze immer wieder aufs Einfachste herunterbrechen. Deshalb grossartig. Ich habe übrigens auch mit Peter Thiel, dem Milliardär und Unternehmer hier in L.A. ein Interview gemacht. Wir haben ebenfalls über Kernenergie gesprochen, über vieles andere auch. Peter Thiel, eine der ganz interessanten Persönlichkeiten der amerikanischen Wirtschaft. Und er ist auch der politische Entdecker. von J.D. Vance, dem amerikanischen Vizepräsidenten, auf den er höchste Stücke hält. Er sei ein nachdenklicher Mann, ein kluger Zeitgenosse, bei dem man sich vorstellen könnte, dass er das Erbe der Trump-Ära auch in die Zukunft bringen, in die Zukunft tragen könnte. Ich habe mit Peter Thiel über viele Dinge gesprochen, auch über den Antichristen und über Armageddon. Wir haben uns... über den Zustand der Vereinigten Staaten unterhalten, über die Wirtschaft, die künstliche Intelligenz, was da auf uns zukommt, und selbstverständlich auch über den Krieg in der Ukraine. Und siehe da auch an der Westküste, die ja weit, weit entfernt ist von diesen Geländekammern. Er hat mir gesagt, ja, ja, da habe der Westen auch nicht alles richtig gemacht gegenüber Russland, damit der NATO, ist ja klar, dass die sich darüber aufgeregt haben. Ja, wir müssen das hinter uns bringen. Wir müssen das Ganze sozusagen jetzt regeln. Das braucht einen... Kompromiss. Und ja, da sehen Sie jetzt ein vielbeschäftigter Unternehmer, ein auch Internetpionier, wenn man so will, der Wertschöpfung, ein enger Freund von Elon Musk. Wir sprechen natürlich auch über das Verhältnis von Elon Musk und Donald Trump hier aus allererster Hand mit Peter Thiel. Das wird dann in der gedruckten Fassung demnächst in der Weltwoche erscheinen. Das dürfen Sie sich also auf keinen Fall entgehen lassen. Ich hatte vor fünf Jahren... Das erste große Interview gemacht mit Peter Thiel und wir sind eigentlich ganz unmittelbar anknüpfend, haben wir das gemacht in seinem Haus in den Hollywood Hills, nicht weit entfernt übrigens vom Whisky A Go Go, wo ich ja dann in die Popkultur eintauchen konnte. Was sind die wichtigen Nachrichten des Tages? NATO-Gipfel in Den Haag, ein Triumph für den amerikanischen Präsidenten, aber auch ein bisschen ein Gipfel der Lächerlichkeit, wie sie ihm jetzt da überall in die Poren hineinkriechen und sich anbieten. Die gleichen Politiker, die noch vor wenigen Monaten vor Trump gewarnt haben, sie jubeln jetzt und preisen den amerikanischen Präsidenten. Also das ist auch ein etwas zwiespältiges, um es vorsichtig auszudrücken, ein zwiespältiges Spektakel, aber Es ist für den amerikanischen Präsidenten politisch zu einem Erfolg geworden, denn Trump setzte durch, was ihm seit Jahren als grösster Coup nachgesagt wird, nämlich die Mitgliedstaaten der NATO zu verpflichten, ihre Verteidigungsausgaben bis 2035 auf 5% des BIP hochzufahren. Das Problem ist natürlich, dass man das jetzt mit der Dämonisierung Russlands betreibt, das macht zwar nicht Trump, das ist das Nichtnachhaltige daran, Aber immerhin... Die vernachlässigte Verteidigung wird jetzt korrigiert und das begrüsse ich in dem Sinn, dass das der EU und diesen Mitgliedstaaten auch etwas mehr Unabhängigkeit geben wird von den Vereinigten Staaten von Amerika. Natürlich bin ich kein uneingeschränkter Freund des Rüstungswahnsinns. Ich bin für die Diplomatie und nicht für die Waffen, aber ich bin eben auch ein Realpolitiker und ich weiss, dass Kriege zum Repertoire der Politik gehören. Sie sind die Fortsetzung der Politik. mit anderen Mitteln, das ist keine Rechtfertigung der Kriege. Das wird ja auch einem immer wieder interpretiert, dass wenn man etwas beschreibt, dass man es dann auch bewertet. Nein, man kann eben auch beschreiben, ohne zu bewerten. Das gehört zum Repertoire der Politik. Das ist so, auch wenn die Heuchler und Gutmenschen da draussen das nicht so sehen wollen. Und für diesen Notfall müssen sie gewappnet sein, denn jedes Land hat eine Armee, entweder eine eigene oder eine fremde. Das kann auch die Vereinigten Staaten sein. Und wenn die Europäer eben in den letzten Jahren nichts wert waren, weniger als ein Glas Wasser geopolitisch auf den Boden gebracht haben. Dann eben auch deshalb, weil sie keine Armeen mehr hatten. Bisher also galt das 2%-Ziel, das aber viele auch nicht eingehalten haben. Alle 31 Alliierten stimmten dieser Trumpschen Forderung zu und der NATO-Generalsekretär Mark Rutte konnte sich gar nicht einkriegen vor lauter Beweihräucherung seines Daddy Trump. Also das ist... Wirklich schon etwas im Peinlichen, wobei man Rütte nicht nachsagen kann, dass er nicht auch schon früher ein etwas entspannteres Verhältnis zum amerikanischen Präsidenten hatte, als viele seiner Regierungskollegen. Rütte war ja früher der holländische, niederländische Ministerpräsident. Deutschland nannte Kanzler Friedrich Merz, in Deutschland nannte Merz den Gipfel historisch und er betonte, man erhöhe die Ausgaben nicht für Trump, sondern wegen der konkreten Gefahr, Durch Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine, ich habe in der neuen Weltwoche auch online dieses ganze Geschwätz über das Völkerrecht etwas auseinandergenommen. Hören wir doch mal auf, immer mit diesem Völkerrecht da hinter dem Ofen hervorzukommen. Es gibt jetzt, wie Corona-Experten schiessen auch die Völkerrechtsexperten plötzlich aus dem Boden. Das Völkerrecht ist ein Ideal, aber es ist einfach auch abstrus. Bei Russland von einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu reden, natürlich ist das unter Umständen völkerrechtswidrig, aus russischer Sicht übrigens nicht. Aber die Israeli, die Amerikaner, wenn sie da die iranischen Anlagen bombardieren, das ist auch gegen das Völkerrecht. Und das Völkerrecht ist einfach keine gesicherte letzte Grundlage. Wenn Staaten sich bedroht fühlen, das ist bei Israel genauso der Fall wie bei Russland, dann greifen sie unter Umständen zu solchen kriegerischen Mitteln. Und anstatt jetzt immer noch mehr Bomben und Waffen reinzupumpen, sollte man sich überlegen, wie kann man die Kriegsursachen beseitigen. Und die Kriegsursachen beim Iran und Israel ist dieses kriegerische Atomprogramm des Iran. Wenn das aus der Gleichung mal draussen ist, dann schwindet die Konfliktwahrscheinlichkeit. Und gegenüber Russland ist es eben die NATO-Einverleibung der Ukraine. Aber das will man eben nicht hören in dieser betonierten, eben tabuisierten... Welt sich da die immer wieder daher brettert. Die Medien sind hier bei diesem ganzen NATO-Thema einmal mehr komplett daneben gelegen. Sie erinnern sich, noch vor wenigen Wochen haben sie geschrieben, Trump will die NATO zerstören, Trump will aus der NATO raus. Dabei rettet Trump die NATO vor ihren Mitgliedstaaten. Er hat mit seinen Drohungen natürlich nur genau das bewirkt, was er bewirken wollte. Eine Trotzreaktion, dass man mehr selber einzahlt. Er hat doch nicht die NATO. zertrümmern wollen. Ich habe Ihnen hier auch gesagt, dass das die Amerikaner gar nicht wollen dürfen, weil das nicht in ihrem Interesse ist. Sie wollen ja in Europa ein geopolitisches Standbein haben. Das ist auch ein Problem, weil damit verbunden natürlich auch die antirussische Politik ist, die immer wieder kommt. Weil es im Interesse der Amerikaner nicht ist, wenn beispielsweise Deutschland und Russland einen zu grossen Honeymoon erleben, dann wächst hier natürlich auch ein geopolitischer Rituale heran. Aber eben, hören wir auf mit diesem Moralismus und diesen Völkerrechtsbeschwörungen. Nichts gegen das Völkerrecht, aber das ist nur ein Teil der Wahrheit, nur ein Teil der Wirklichkeit. Das EU-Parlament klagt gegen die Kommission. wegen des 150 Milliarden Rüstungsfonds. Erstmals in seiner Geschichte zieht das Europäische Parlament die EU-Kommission vor den Europäischen Gerichtshof, weil die Behörde den 150 Milliarden Euro Rüstungsfonds safe, ohne Zustimmung der direkt gewählten Abgeordneten, auf den Weg gebracht hat. Die Kommission berief sich dafür auf eine angebliche Notfallklausel, angesichts einer akuten Bedrohung durch, ja, was meinen Sie wohl, Russland, die bösen Russen. und legte den Fonds direkt dem Rat vor, wo er bereits bewilligt wurde. Kritiker im Parlament bemängeln, ein langfristiges Rüstungsprogramm lasse sich kaum mit einer kurzfristigen Krisensituation rechtfertigen. Die Kommissionspräsidentin Roberta Mezzola, sonst eine Vertraute der Kommissionspräsidentin von der Leyen, stimmte im Rechtsausschuss für diese Klage. Von der Leyen verteidigte das Vorgehen. Die Abgeordneten hingegen werfen der Kommission Machtmissbrauch vor. Erinnert uns das an etwas? Ja, natürlich, das erinnert uns an die Corona-Zeit, als man eine angeblich nicht mehr zu bannende Bedrohung zum Anlass genommen hat, um alle Regeln zu brechen, alle Finanzdämme zu öffnen. Natürlich auf Kosten nicht der Politiker, sondern auf Kosten von ihnen. Und jetzt kommt einfach diese Russland-Bedrohung, diese Russland-Paranoia und da können dann die ungewählten Bürokraten sich noch mehr bevollmächtigen. mit diesen paranoiden Ausschweifungen. Das ist ein höchst alarmierendes Demokratieverständnis, das sich da zeigt in der Europäischen Union. Dieses Regieren per Notfall, dieses permanente Heraufbeschwören eines Ausnahmezustandes. Als Unternehmer muss man das zum Teil machen in seiner Firma, um etwas zu bewegen. Aber wenn die Politik das macht, in dieser Art und Weise, und die Medien auch in keiner Art dagegenhalten, das überhaupt nicht hinterfragen, dann haben sie einen ganz grossen Salat. Merz wirbt für Reservistendienst in Unternehmen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim Spitzentreffen der Industrie in Berlin die Rufe lauter werden lassen, die Bundeswehr wieder fest in den Arbeitsalltag einzubinden. Angesichts des akuten Personalmangels schlägt er vor, dass Firmen ihre Mitarbeiter künftig zwei bis drei Wochen pro Jahr für Reservistenübungen freistellen. Merz betonte, es werde Elemente einer Wehrpflicht brauchen. denn die Aussetzung der Wehrpflicht 2011 sei ein Fehler gewesen. Sein Ziel sei es, die Bundeswehr wieder in die Mitte unserer Gesellschaft zu holen, wie er sich ausdrückte. Es ist gut, dass Deutschland Mut zeigt, wieder klar zu seiner Landesverteidigung zu stehen, doch man darf nicht naiv sein. Wenn das Motiv allein in der Angst vor russischer Bedrohung und da auf einer falschen Annahme beruht, läuft man Gefahr, das Ziel zu verfehlen und zu überzielen. und auch Glaubwürdigkeit zu verschärfen, um zu verscherzen. Und wenn dann die russische Gefahr sich als das herausstellt, was sie eben nicht ist, nämlich eine russische Gefahr für Deutschland oder für die Schweiz oder für Frankreich, ja, wenn das weg ist, dann wird eben auch die Bereitschaft nicht mehr da sein, für die Landesverteidigung zu sorgen. Man muss die Landesverteidigung aus grundsätzlichen Gründen, muss man sie rechtfertigen und nach vorne bringen. Und nicht einfach, weil man da auf seine Kurzfristparanoia, auf eine Dämonisierung setzt. Trump hält einen Atomdeal mit dem Iran für überflüssig. Es sei jetzt da die Fähigkeit, Atombomben herzustellen, die sei komplett zertrümmert, auf Jahre hinaus. Und deshalb brauche ich jetzt da auch keine... Verträge mehr, die Nachrichten von einigen Zeitungen, Trump habe ja nur einen Bruchteil dieses Atomprogramms zertrümmern können mit seinen bunkerbrechenden Bomben. Das ist nicht bestätigt worden, dagegen haben sich jetzt auch schon amerikanische Behörden mit anderslautenden Gutachten zu Wort gemeldet. Bunkerbrechende Bomben auf der einen Seite, die Amerikaner mit Präzisionswaffen zerlegen sie im Iran über tausende Kilometer entfernt mit ihren... hochspezialisierten Superbomber, da die nukleare Kriegsinfrastruktur, die militärische Nutzung, wie Sie sagen, der Nuklearenergie. Aber in Los Angeles, ich habe darüber berichtet, ich habe es Ihnen gezeigt, in einem anderen Film, hat es nicht mal genügend Wasser für die Feuerwehr. Das sind eben auch die amerikanischen Zustände, das sind die Vereinigten Staaten von Amerika, irgendwo zwischen Supermacht und dysfunktionalem Fail State oder wie Trump sich ausdrücken würde, zu einem Shithole State. Also wenn Sie in einem... Im Shit-Hole-Country, wenn sie in einem so reichen Gebiet wie Los Angeles nicht mehr genügend Wasser beschaffen können, um solche Brände zu löschen, dann haben sie ein gröberes Problem. Und ich war in diesen Gebieten. Und dort sieht es also ähnlich aus wie in diesen Bunkerbrecher-Ruinen im Iran. Da sind ganze Häuserzeilen, ganze Strassenzüge, um die herum überall Häuser standen. Die sind jetzt leer. Alte Fassaden aus den 40er Jahren stehen verkohlt da, wo mal ein Starbucks drin war, im Pacific Palisades Village. Das ist also dort, wo das pulsierende Zentrum dieses sehr wohlhabenden Ortsteils von Los Angeles war. Da steht gar nichts mehr. Und in den Gebäuden, die noch von den Flammen verschont geblieben sind, ist niemand mehr zugange. Die Firmen sind noch gar nicht zurückgekehrt. und in der Luft liegt nach wie vor. Dieser Brandgeruch, das sind schon unglaubliche Zustände. Übrigens auch interessant zu diesem Vertragsverzicht von Trump. Ich weiss nicht genau, was er sich da überlegt hat. Ist das eine vernünftige Politik, wenn man sagt, jetzt habe ich mal etwas zerstört, jetzt müssen wir kein Abkommen mehr machen. Das Gesetz der Stärke sozusagen. Ist es nicht sinnvoller, doch noch einen Vertrag mit den Iranern zu machen? Oder ist es schlauer? auf einen solchen Vertrag zu verzichten, weil sich die anderen dann sowieso nicht daran halten werden. Das ist noch interessant, würde mich wundern nehmen, wie Sie das sehen. Braucht es da einen Atomdeal? Oder hat Trump recht, wenn er sagt, nein, es braucht keinen Atomdeal mehr? Übrigens, Thema Völkerrecht haben wir schon angesprochen, das ist keine Rechtfertigung dieser Schläge, dieser Angriffe, aber ich sage Ihnen einfach, das ist die Realpolitik, wo Bedrohungen sind, und wenn sich Supermächte, Grossmächte, Atommächte bedroht sehen, mit starken militärischen Kapazitäten, dann wehren sie sich. Und alle, die etwas anderes annehmen, die leben auf dem Mond. Und man kann diese Bedrohungsgefühle wegwischen, wie das die Iraner gemacht haben. Das interessiert uns doch gar nicht. Wir bauen unsere geheimen Atombomben. Ja, dann bekommen sie es aufs Dach. Und wenn die Ukrainer sagen, das interessiert uns doch überhaupt nicht, wenn die NATO sagt, das interessiert uns doch nicht, was da die Russen herumjammern, dann muss man sich nicht wundern, wenn es dann irgendwann zum Schlimmsten kommt. Das ist die Realität, meine Damen und Herren, so wie ich sie sehe. Zumindest widersprechen Sie mir, falls ich mich da vergaloppieren sollte. Korruptionsskandal. Er entzaubert Sanchez. In Spanien gerät Ministerpräsident Pedro Sanchez zunehmend ins Straucheln. Jahrelang profilierte er sich als unbestechliches Bollwerk gegen Korruption, doch nun steht sein engstes Umfeld im Visier der Ermittler. Sein früherer Organisationssekretär Santos Cerdán muss sich wegen Schmiergeldzahlungen vor Gericht verantworten und auch Ex-Verkehrsminister José Luis Abalos und dessen Berater Coldo García sind beschuldigt, öffentliche Aufträge zugunsten eigener Firmen manipuliert zu haben. Die Staatsanwaltschaft durchsuchte bereits die Zentrale der regierenden PSOE und schätzt die Beweislage als erdrückend ein. Besonders empört reagieren viele Frauen. Offenbar tauschen die Beschuldigten nach Bordellbesuchen frauenverachtende Witze aus. Ein Skandal für seine Partei oder für eine Partei, die sich als Verfechterin der Gleichberechtigung inszeniert. Schon sprechen Umfragen von rund 60 Prozent der Spanier, die Sánchez' Rücktritt fordern und selbst bislang loyale Regionalparteien erwägen, ihre Unterstützung im Parlament zu verweigern. Je grösser der Staat, desto mehr Möglichkeiten für Vetternwirtschaft und Korruption. Die Sozialisten haben mit ihrer Politik genau das geschaffen, was sie einst bekämpfen wollten, ein engmaschiges Netz aus Macht und Gunst, in dem sich rund um den Regierungschef Seilschaften bilden. Meine Damen und Herren, das war es von Weltwoche Daily für heute, zum letzten Mal aus Los Angeles. Ich danke Ihnen ganz herzlich für die Aufmerksamkeit. Abonnieren Sie diese Kanäle, bleiben Sie dran. Die Weltwoche, die Zeitung der unbegrenzten Möglichkeiten und... ganz gezielt und ganz bewusst eben immer auch mit dem weltoffenen Blick. Es gibt nicht nur eine Wahrheit, es gibt mehrere Wahrheiten und die dürfen aber auch jede für sich profiliert vertreten werden. Und wenn Ihnen etwas zu einseitig ist in unserer Zeitung oder bei mir, schreiben Sie mir, geben Sie mir auch Tipps, welche Autoren wir stärker verpflichten sollten, wo wir gegensteuern, wo wir auch etwas ausbalancieren können. Das nehmen wir sehr, sehr ernst. Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen einen schönen Tag.
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