Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem sonnenstrahlenden Rom hier vom Petersplatz zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig... Kritisch gut gelaunt am Freitag, dem 20. März 2026. Macht euch keine Sorgen, bald ist Ostern. Das ist die grosse Botschaft, die von hier in die Welt hinaus geht. Das Evangelium der Zuversicht und auch der Lebensbejahung. Das ist meines Erachtens der Kern des Christentums, die elementare Tatsache. Dass eben das Nichts überwunden wurde und die Erklärung, dass es eben eine Schöpfung gibt und dass unser Leben, unsere Existenz geschaffen wurde, nicht einfach ein Produkt des Zufalls, ist sinnlos da ins unbelebte Weltall hinausgeschleudert, sondern es gibt da eine tiefer wirkende Kraft und ohne jetzt hier in eine... Billige, oberflächliche Frömmigkeit zu verfallen, glaube ich doch, dass diese bezwingende Botschaft nicht oft genug wiederholt werden kann. Sicherlich noch viel ziselierter und ausgefeilter, als ich dies hier zum Einstieg tun kann. Ich bitte um Verzeihung, dass ich ausnahmsweise nicht in den frühen Morgenstunden aufzeichne, aber ich habe mir gesagt, wenn ich schon in Rom bin, dann muss ich. In die Heimat oder über die Landesgrenzen hinaus, in den deutschsprachigen Raum, noch ein paar Impressionen schicken. Und Rom ist für mich im Moment vielleicht die Nummer 1 Stand der Welt. Grossartig. Natürlich von den Geschichtsschätzen, eine Schatzkammer, ein Tresorraum, all dessen, was uns ausmacht. Ich meine, der Vatikan steht dort, wo einst eine blutrünstige Arena des Kaisers Nero zu finden war. Dort, wo... Christen abgeschlachtet wurden und auf diesem blutgetränkten Terrain haben damals die Kirchenväter ihr Bauwerk errichtet. Und von dort ausgehend natürlich dann auch den Petersdom und all diese fantastischen architektonischen Meisterwerke. Als Zürcher Zwinglianer, ich habe es in der Schweizer Sendung schon gesagt, sollte man mit einer gewissen Zurückhaltung darüber berichten, denn wir sind natürlich im Geist erzogen worden. dem Blendwerk der Katholiken zu misstrauen. Aber sehen Sie es mir nach, er hat einen katholischen Vater. Und ich gehöre auch zu den Beeindruckten, zu denen, die eben sehr imponiert sind von dem, was sich einem da darbietet. Für viele natürlich jetzt auch gebildete Katholiken, die könnten sich da jetzt sachkundig ergehen in Erzählungen und Schilderungen. Ich gebe Ihnen hier einfach... einen kleinen Ausschnitt dessen, was da zu bestaunen ist. Heute zeichne ich auf am Nachmittag, am Donnerstag, also sollte die Welt bis morgen Freitag untergegangen sein, kann ich das nicht mehr mitnehmen. Heute übrigens am Donnerstag ist der San Giuseppe, der Tag des heiligen Josef, das ist der Gefährte der Jesusmutter Maria, der Heilige der Arbeiter unter anderem. Josef Und dieser San Giuseppe wird begangen. Ich habe vorhin gerade noch einen Kardinal getroffen, haben uns sehr angeregt unterhalten, natürlich auch über die Kriege, über die Probleme der Gegenwart. Und er hat sich dann zum Mittagessen eben aus Anlass dieses Feiertages verabschiedet, gekleidet in seinen prächtigen Gewändern. Für mich jedes Mal eine extrem lehrreiche Erfahrung hier. mit Gelehrten, mit Gebildeten, vor allem Kardinälen zu sprechen. Und jetzt besonders interessant, weil ich an dieser Vorlesungsreihe teilnehmen konnte, die in den italienischen Medien massiv zu reden gegeben hat, Peter Thiel, der amerikanische Unternehmer, der Milliardär, der da über den Antichristen doziert hat. Was fällt dem eigentlich ein? Er ist ja vielleicht selber einer. Sind die Amerikaner ein Antichrist? Oder sind die Amerikaner, sind die USA das neue Rom, sozusagen der grosse Aufhalter? gegen das Böse, gegen die Barbaren, gegen die teuflischen Mächte, gegen die Kräfte. Es gibt ja auch Leute, die es durchaus so sehen. Das sind natürlich Fragen. Und was bedeutet ein Wort wie Antichrist, so ein Urheber? Christliches Thema in der heutigen Welt, das Böse, die Transzendenz, Gott. Viele Kardinäle sind natürlich der Auffassung, dass wir in gottvergessenen Zeiten leben, dass wir die Existenz Gottes, sozusagen die elementare Urtatsache dessen, dass überhaupt etwas existiert, leugnen, nicht zur Kenntnis nehmen. Unser Umgang mit dem Leben, mit Abtreibungen, auch mit begleitetem Sterben, dass man sich da einfach verabschiedet. Man... Glaubt über das Letzte verfügen zu können, das sind Themen, die natürlich hier zu reden geben und in der Tiefe auch der theologischen Betrachtung immer wieder erörtert werden. Aber auch die Kriege, und dazu hat sich auch Papst Leon nun geäussert, man solle das Gesicht dieses Krieges in seiner ganzen Schrecklichkeit durch die Augen der Opfer sehen und nicht als Videospiel, das man da auf den Bildschirmen mit Faszination zur Kenntnis nimmt. Viele haben ja darauf gewartet, dass er sich da dezidiert ausspricht. Ich höre sehr viel Positives jetzt von den Kardinälen. Ich habe natürlich nur ganz wenige treffen können, möchte auch da jetzt keinen Namen nennen, weil das sind Gespräche, die man auf der Rekord jetzt geführt hat. Aber mein Eindruck ist, dass ein positives Erwarten da ist. Man sieht in Papst Leo einen Hoffnungsträger, vor allem nach dem Letzten Papst Franziskus, der Soziologie betrieben habe, der sich da als oberster Sozialdemokrat betätigt hätte, ist nun wieder ein Kirchenrechtler, ist ein Theologe, ist ein bibelkundiger Mann an der Spitze der katholischen Kirche, der sich jetzt sehr genau einmal seinen Laden anschaue, um dann daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Diese mahnenden Worte, übrigens auch an die Adresse der Journalisten, wir sollten keine Megafone der Macht sein. Das unterschreibe ich voll, das ist die grosse Problematik des Journalisten, die Machtbetrunkenheit, die Machtbesoffenheit, dass man sich einbildet, jawohl, an den Höfen empfangen zu werden, als Einflüsterer einen Einfluss geltend machen zu können. Und die Politik heute und die Medien, das sind kommunizierende Röhren. Viele Politiker, mein Eindruck, die machen einfach das. was sie in den Zeitungen lesen oder was sie glauben, kommen bei den Journalisten gut an. Man schaut nicht mehr nach oben in den Himmel und dann geradeaus, sondern man schaut nur noch um sich herum, was macht der andere. Und dieser Geist des Konformismus, die Ausbreitung auch eines säkularen Gutmenschen-Humanismus, der eben nicht mit dem Guten verwechselt werden darf, das ist nur die Fassade des Guten, verbunden auch mit ... Unterdrückungsinstrument, freie Rede, Widerspruch ist nicht mehr erlaubt. Das sind alles Erscheinungsformen, die man mit dem Begriff des Antichristen in Verbindung bringen kann. Auch wenn man sich vielleicht an dieses Thema erst noch etwas herantasten möchte, denn da gibt es natürlich eine grosse Literatur, die wir uns jetzt nicht auf die Schnelle anverwandeln wollen. Aber viele dieser tatsächlich auch in der Bibel versammelten... Themen, die begegnen uns natürlich heute in der Wirklichkeit und eben die Kraft zum Widerstand, den weltlichen Autoritäten Paroli zu bieten, sich nicht in diese Diktatur der Abstraktionen, des Säkularen hineinziehen zu lassen, ist eine wichtige Botschaft, natürlich auch von Seiten der Kirche, aber eben auch von den Journalisten. Das sind Widerstandsorganisationen, meine Damen und Herren, aber auch Trostspender. Journalisten sollten... Nicht zu Furien des Verschwindens werden, sozusagen zu den Sängern und Begeisterten des Untergangs, die um die vielen Brandherde der Welt herumtanzen, sich in ihrem Zynismus bestätigt fühlen, sondern am Ende des Tages gilt es immer wieder den Lichtblick zu sehen. Die Zuversicht und dieses Urvertrauen, diesen Glauben letztlich an die lebensbejahende Kraft. Der, ja sagen wir jetzt einmal, Schöpfung dessen was ist, einfach nicht aus den Augen zu verlieren. Ist immer wieder wichtig, aber jetzt hier unvorbereitet, quasi improvisiert dahingesagt, vermutlich löse ich da bei Ihnen auch ziemlich Widerspruch aus. Nun aber zu den Aktualitäten. Ich habe mich auch mit einigen Fragen aus der Schweiz beschäftigt. Jetzt die internationale Lage, der Krieg. in Iran gibt, wieder massiv zu reden, denn jetzt brennt auch Katar. Und ich habe es Ihnen hier gesagt, das ist das Unwägbare. Donald Trump, der amerikanische Präsident, der zusammen mit Israel sich entschlossen hat, die Gelegenheit zu packen und ein Regime in Teheran... Das, um dieses biblische Wort zu bemühen, nun wirklich auch mit den Kräften des Bösen im Bunde gestanden ist, obwohl das ein Wort ist, das vielleicht bei Ihnen auch Widerspruch auslösen mag, aber es ist schon so, eine Regierung, die Teile ihrer eigenen Bevölkerung abschlachtet und als Ziel ausgibt, ein anderes Land, das ihr nicht passt, die Regierung dort einfach von der Landkarte zu wischen, nämlich Israel, das ist ein Land, das natürlich über sich auch unheil. hereinbrechen lässt. Und die Amerikaner und die Israeli, die haben natürlich eine Gelegenheit jetzt aus ihrer Sicht packen wollen. Wie kann man diesen Gegner, diesen Verbreiter aus unserer Sicht von Unheil im Nahen Osten, diesen Destabilisierungsfaktor, wie kann man seine Schadenswirkung beeinträchtigen, wie kann man aus einer giftigen Fieber eine Blindschleiche machen. Also schmeissen wir mal Bomben rauf, versuchen wir, auch interessant, anstatt... die Bevölkerung zu bestrafen mit Flächenbombardementen, versuchen wir gezielt, ich beschreibe das nur, ich will das nicht moralisch werten, versuchen wir gezielt die Staatsführung ins Visier zu nehmen, auch die Verantwortlichen. Und das ist schon ein Thema, das man auch ernsthaft einmal diskutieren sollte. Der Tagesanzeiger hat dazu heute die Schweizerische Zeitung ein sehr interessantes kommentierendes Stück veröffentlicht, nämlich Ich... Dass viele Generäle, übrigens auch der 2. Weltkriegsarmee, Generäle, Feldmarschelle, die sind friedlich in ihren Betten eingeschlafen, später nach einem langen Leben, während ihre Soldaten da in diesen verbrecherischen Kriegen verheizt wurden. Und mit dieser neuen Kriegsführung ist nun zumindest die Möglichkeit gegeben, da auch ein paar Drahtzieher und verantwortliche Aussicht jetzt der Vereinigten Staaten und Israels tatsächlich in dem Sinn ins... Visier zu nehmen und nicht einfach die Soldaten abzuschießen, die dann einfach Befehle ausführen, während die Oberen davon kommen. Das ist also auch noch eine Facette, die zu reden gibt. Aber das Problem natürlich jetzt dieses Kriegs, auch wenn man die iranische Armee mehr oder weniger kampfunfähig gemacht hat, die Luftwaffe am Boden ist, viele Abschussrampen von Raketen beschädigt wurden. Es sind immer noch viele kriegerische Instrumente in den Händen dieser Regierung. Und eben die Fieper, die giftige Fieper, ist dabei, sich in eine Anaconda zu verwandeln, die dieses wichtige Nadelöhr des Rohstoffs der Lieferungen abschnürt, denn die Strasse von Hormuz. Und ich habe gelesen, es sind wie viele... Über 20.000 Seeleute, die jetzt feststecken, die nicht mehr auf Schiffe kommen, sonst hat man 3.000 Schiffe täglich, die dort durchgegangen sind. Das sind auch logistische Herausforderungen, die Gefahren sind da. Wie will man diese Strasse öffnen? Viele Möglichkeiten hat man dazu nicht, denn es braucht keine grossen Waffen, um hier den Schiffsverkehr zu stören. Da reichen ein paar Schnellboote, Minen, Drohnen. Und das lässt sich aus der Luft nicht abschiessen. Und das ist die Kritik, die der Joe Kent jetzt an der amerikanischen Regierung äussert, der Antiterrorbeauftragte von Präsident Trump, der unter Absingen Wüsterlieder jetzt zurückgetreten ist, eine interessante Persönlichkeit, ein Gefolgsmann der MAGA-Bewegung, sehr nahe bei J.D. Vance, unterstützt übrigens von Peter Thiel, dem Antichrist-Spezialisten, hat sich zweimal zur Wahl gestellt, ist aber dem demokratischen... gegen Kandidaten unterlegen, dann von Trump auf diese Antiterroreinheit an die Spitze gesetzt worden, gelobt worden. Jetzt aber zurückgetreten mit dem Argument, dieser Krieg sei miserabel vorbereitet und der Iran sei auch keine reale Bedrohung, eine unmittelbare für die USA gewesen. Nun, von aussen betrachtet gibt es sicherlich da ein Dafür und ein Wieder. Man kann aber auch sagen, dass sich die USA... schlicht nicht leisten können, wenn Israel vor einem Angriff auf den Iran steht, hier neutral zu bleiben. Es ist auch so, dass die Iraner die Vereinigten Staaten als grossen Satan bezeichnet haben. Also die Forderung, dass sich Amerika raushält, ist ziemlich weit hergeholt. Ich glaube allerdings schon, die Anzeichen so zu lesen, dass Israel vor allem, dass ja viele Verbündete des Iran ausschalten konnten in den letzten Jahren, dass vor allem Israel Hier die Gelegenheit packen wollte und die Amerikaner sich gesagt haben, ja, anstatt dass wir jetzt draussen bleiben, dann nachher einsteigen, sind wir von Anfang an dabei, um auch hier Regie zu führen. Aber eben, wie schlägt man eine Anaconda? Wenn die Entgiftungsstrategie der Fieber nicht funktioniert, beziehungsweise sie funktioniert schon, aber die Fieber transformiert sich dann in etwas anderes, das ist jetzt die Frage und natürlich auch die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Der Iran, das habe ich hier auch dargelegt, hat natürlich Eskalationsmöglichkeiten. Es sind Gas- und Ölfelder angegriffen worden im Iran. Jetzt schlagen die Iraner zurück und die katarischen Gasfelder brennen. Das hat ein gewaltiges, auch brandgefährliches Eskalationspotenzial. Wenn das zum Worst Case kommen könnte, hätte natürlich Donald Trump einen Riesenfehler gemacht, das muss man sehen. Aber noch ist es zu früh, hier ein endgültiges Urteil auch von meinen Informationen her abzugeben. Aber klar, es gibt auch eine sehr berechtigte, kritische, sorgenvolle Betrachtungsweise. Aber man macht es sich meines Erachtens zu einfach, wenn man es allzu digital anschaut. Das Eskalationsregime ist da. Kritiker wie Professor John Mearsheimer werden da bestätigt, auch in ihren Voraussagen. Das ist auch erwartet worden von der amerikanischen Generalität. Das erzählt Joe Kent. Sie hätten Trump aufmerksam gemacht, dass die Sperrung der Strasse im Bereich des Möglichen ist und dass eben dann Bodentruppen eingesetzt werden müssen, um diese chirurgischen Attacken auszuschalten. Aus der Luft geht das nicht. Ob ein Regimewechsel vorher gelingt, weil reihenweise diese Politiker des Iran abgeschossen werden, das ist eine andere Frage. Diese Möglichkeit ist durchaus auch noch gegeben. Ich analysiere das jetzt nüchtern mal ohne moralische Wertung. Aber jene Stimmen, die jetzt das iranische Regime da allzu sehr in Schutz nehmen und sagen, ja, die sind jetzt da also rein völkerrechtswidrig. Angegriffen, Sie kennen meine Positionen zum Völkerrecht, die sind sozusagen unrechtmässig attackiert worden. Da muss man vorsichtig sein. Eine Regierung, die auch derartige Gräueltaten begangen hat, wie jetzt die iranische, bringt sich vielleicht auch irgendwo, um das Recht entsprechend behandelt zu werden. Beziehungsweise muss sich nicht wundern, dass eben Feindschaften heraufbeschworen werden. Selbstverständlich. Es gibt hier keine objektiven Kriterien, das zu beurteilen, aber man muss es einfach in seinen Schattierungen wahrnehmen. Es gibt legitime Gründe aus Sicht Israels, aus Sicht Amerikas, den Iran anzugreifen, aber es gibt eben auch gewaltige Risiken, über die wir hier soeben gesprochen haben. Die Mullahs übrigens auch von einer ziemlichen Doppelmoral ausgezeichnet. Sie unterstützen zwar Kräfte, die Andersgläubige umbringen, es gibt ja auch Fatwas. gegen Schriftsteller, die Dinge geschrieben haben, die da den hohen geistlichen Würdenträgern des Iran, der Schiiten, nicht gefallen. Da wird der Westen strengstens bestraft, aber die gleichen Mullahs, die gleichen Regierungsleute schicken dann ihre Kinder an die besten westlichen Universitäten. Das geht ja auch nicht auf, das erinnert etwas an die Doppelmoral auch hoher kommunistischer Funktionäre damals, die eben Wasser gepredigt und Wein. getrunken haben. Diese Flüssiggasfelder, ein riesen Thema. Mal sehen, wie sich das dort auswirken wird. Dann eine andere Konfliktzone, die brodelt und die momentan zu reden gibt, ist Kuba. Da verdichten sich die Anzeichen, dass Trump die Insel tatsächlich erobern, übernehmen möchte. Und auch hier, ich meine, stellen wir uns vor, das würde gelingen. Das wäre natürlich ein gewaltiger Coup für den amerikanischen Präsidenten, den Florida zugrunde gewirtschaftet, von den Kommunisten am Boden, am Zerfallen, verzweifelt. Dieses Cuba könnte natürlich zu einem zweiten Florida werden, zu einem El Dorado für die Amerikaner und zu einem gewaltigen aussenpolitischen Coup des amerikanischen Präsidenten. Ja, wie ist Donald Trump? Zu beurteilen, ist er, um den Bogen zum Anfang zu schlagen, ist er der Antichrist, ist er das Böse? Für viele Journalisten, für viele Kritiker scheint er das zu verkörpern. Oder ist er das Gegenteil? Ist er ein unorthodoxer Bekämpfer des Bösen? Ist er einer, der eben keine ideologische Politik fährt, wie man sie oft in den amerikanischen aussenpolitischen Abenteuern gesehen hat, sondern ist er ein Pragmatiker? Ich glaube, er ist ein Pragmatiker. Ich glaube, er ist weder ein Isolationist noch ein Interventionist, ein Internationalist. Er hat verfolgte Strategien durch gezielte Schläge aufregt. Regierungen, die Staaten entsprechend zu destabilisieren und so eine Veränderung herbeizuwirken, während früher die Amerikaner flächendeckend Soldaten haben einmarschieren lassen. Klar, wenn man sich auf den Standpunkt stellt, dass jeder Krieg böse ist, ist er ja auch. Aber eben auch leider unvermeidlich, weil es Kriege immer wieder gegeben hat. Und wenn es sie gibt, dann müssen die, die sie führen, sie eben so führen, dass sie sie auch gewinnen können. Also in dieser fürchterlichen Grauzone der moralischen Ambivalenz ist Trump vielleicht ein Pragmatiker. Wir werden es sehen, vielleicht hat er sich jetzt unglaublich verrannt. Was mein Bild auf diesen Politiker prägt, ich habe es in der Schweizer Ausgabe auch schon gesagt, ein Kardinal hat mich gefragt, Herr Köppel, ist denn dieser Trump nicht heillos intellektuell überfordert? Gar nicht auf der Höhe seiner Aufgabe. und da habe ich gesagt, wissen Sie, Was mich an ihm beeindruckt, ist seine Fähigkeit, Rückschläge einzustecken, im Gegenwind stehen zu bleiben. Die meisten Politiker, die ich kenne, sind Konformisten. Die schauen nach links und nach rechts, was sie tun müssen, um denen zu gefallen, den Medien zu gefallen, versuchen immer oben im Dorf zu sein. Und Trump, der hätte es ja nicht nötig gehabt, in die Politik einzusteigen. Er ist überraschend gewählt worden. Er wurde dann mit Schimpf und Schande vom Hof verjagt, lag am Boden. Also vor zweieinhalb Jahren hätte niemand auch nur einen Pfifferling auf ihn gewettet. Man hat versucht, sein Vermögen, seine Unternehmen zu zerstören, zu zerschlagen. Er hat weitergekämpft, wie im ersten Terminator-Film, da das Stahlgerippe der Schwarzenegger-Figur in der Stanzmaschine. Gib einfach nicht auf, du kannst ihm zehnmal die Zähne einschlagen, er kommt ein elftes Mal. Und das ist immer ein Zeichen für einen Politiker. Dem es ums Grundsätzliche geht. Der eben nicht die erstbeste Chance ergreift, eben narzisstisch um sich selber zu geniessen. Wenn es einem nur um sich selber geht, dann kannst du das nicht einstecken, dann kannst du das nicht hinnehmen. Und das führt in der Gesamtbeurteilung dazu. Und ich kritisiere Trump auch dort, wo ich finde, er macht etwas falsch. Und ich bin auch bei diesem Krieg im Iran, gegen den Iran, bin ich durchaus auch hin und her gerissen in der Beurteilung. Aber insgesamt... ist er für mich bis jetzt nach wie vor eine positive Figur, eine wichtige Figur, auch ein Zerstörer all jener Illusionen, die leider in Europa, in Deutschland, in der Europäischen Union noch eine viel zu grosse Macht, eine viel zu grosse Kraft entfalten. Aber vielleicht sehen Sie es ganz anders, schreiben Sie mir, halten Sie dagegen. Ich verabschiede mich fürs Erste aus Rom vom Vatikan, wünsche Ihnen einen schönen Freitag, ein Tolles Wochenende und wir sehen uns dann spätestens am Samstag wieder, wenn ich die neue Ausgabe für Deutschland vorstelle. Abonnieren Sie die Weltwoche, bleiben Sie zuversichtlich und halten Sie dagegen, widersprechen Sie den weltlichen Autoritäten. Das ist auch der vatikanische Auftrag und jener übrigens von Weltwoche Daily. Bis dann, alles Gute, ich melde mich zurück. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemandem zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.
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