Der Iran steht am Abgrund – aussenpolitisch isoliert, innenpolitisch instabil, militärisch geschwächt. Für Islamismus-Experte Gilles Kepel ist der überraschende Waffenstillstand mit Israel kein Friedenszeichen, sondern Ausdruck der Angst vor Kontrollverlust. Im Interview mit Pierre Heumann analysiert Trumps Comeback im Nahen Osten und das taumelnde Regime in Teheran, warnt vor einem Bürgerkrieg und erklärt, warum ein Sturz Teherans globale Folgen hätte. zur Story
Er ist das Gesicht der Wall Street – und ein Mann, der das Chaos liebt. Seit fast vierzig Jahren steht Peter Tuchman auf dem Parkett der New Yorker Börse, wo er mit ikonischer Mähne, unerschütterlichem Urteil und hohem Energielevel durch jede Krise navigierte – vom Schwarzen Montag über die Dotcom-Blase bis hin zu Trumps Zoll-Eskapaden. Im Gespräch erzählt er von seiner Herkunft als Sohn von Holocaust-Überlebenden, von seiner Liebe zum Lärm des Markts und seiner Wut auf einen Präsidenten, der mit «wirtschaftlichem Vandalismus» die Börse ins Chaos stürzt. zur Story
Fussball ist ein Jahrtausende altes, den Göttern und der Zivilisierung der Gewalt geweihtes Ritual. Es war mit Menschenopfern verbunden, auch das «Schädelkicken» gehört zu seiner Geschichte. In seiner modernen Form wurde Fussball zum Vergnügen der Arbeiterklasse. Mit seiner Vereinnahmung durch die Elite begann die Instrumentalisierung gegen die niederen Instinkte, die er einst zu kanalisieren vermochte: Homophobie und Rassismus. Doch das Ritual funktioniert nicht mehr, stellt Jürg Altwegg fest: Nur noch die Frauen können es retten. zur Story
Die Erstbesteigung des Matterhorns vor 160 Jahren endete in einer Tragödie – und in einer der grössten unfreiwilligen Marketingaktionen der Neuzeit. Die Nachricht, dass der Berg bezwungen wurde, verbreitete sich rasant, weil beim Abstieg vier der sieben Alpinisten tödlich verunglückten. Es überlebten Edward Whymper, der britische Expeditionsführer, sowie die einheimischen Peter und Peter Taugwalder, Vater und Sohn. Was, wenn damals die ganze Seilschaft abgestürzt wäre? Sicher ist: Dann hätte es dieses Weltwoche-Interview mit David Taugwalder, einem direkten Nachfahren der Erstbesteiger, nicht gegeben. zur Story
Befeuert von der Verwaltung, versucht der Bundesrat den EU-Anbindungsvertrag der Bevölkerung schmackhaft zu machen. Dies, obwohl die Vernehmlassung noch nicht abgeschlossen ist und das Parlament noch keine Stellung bezogen hat. Die Behörden-Propagandisten wagen sich dabei stark auf die Äste hinaus, zum Beispiel wenn sie behaupten, dem Bürger drohten Wohlstandsverluste von «rund 2500 Franken pro Kopf und Jahr», sollte er es wagen, den Deal abzulehnen. Wie seriös sind diese Berechnungen? Ökonom Reiner Eichenberger kommt zum Schluss: «Der Bundesrat liegt leider völlig falsch.» Statt das geplante Abkommen schönzureden, müsse die Regierung endlich den Elefanten im Raum ansprechen – die Kosten und Probleme mit der Personenfreizügigkeit. zur Story
Jackie Chan sagt, er sei in Amerika erst dann erfolgreich geworden, als er das y in «Jacky» durch ein ie austauschte. So war sein Name männlicher. Seit den neunziger Jahren gehört der geniale Kung-Fu-Humorist zu Hollywoods Publikumslieblingen aus dem Fernen Osten. In seiner Heimat China pflegt der patriotische Schauspieler ein ernsteres Image. zur Story
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