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Jetzt kriselt es auch beim Solarzubau

ANDERS ALS GEDACHT

Jetzt kriselt es auch beim Solarzubau

Beim Ausbau der erneuerbaren Energie stockt es zünftig. Der Bau von Windrädern kommt nicht voran. Ein Hauptgrund ist der erbitterte Widerstand von Anwohnern gegen die Errichtung der riesigen Anlagen. Beim alpinen Solarstrom wurde in diesem Sommer zwar die Installation einiger erster Freiflächenanlagen in Angriff genommen – wie etwa in Klosters oder Sedrun. Dennoch ist der vor wenigen Jahren hochgehandelte «Solarexpress» längst zum Bummler geworden: Viele geplante alpine Anlagen rechnen sich nicht – und wo doch, stehen oft Einsprachen und Auflagen der Verwirklichung entgegen.

© KEYSTONE / GAETAN BALLY
Bereits versorgt: Solaranlage in Eschenbach LU.
© KEYSTONE / GAETAN BALLY

 

Nur eine vorübergehende Delle?

Auch beim Zubau der Wasserkraft geht es nicht voran: Eigentlich wollte die Schweiz die Produktion von Wasserstrom bis 2040 um jährlich zwei Terawattstunden steigern. Doch im August informierte der Bundesrat, dass bis in fünfzehn Jahren nur mit einem Plus von 1,1 Terawattstunden zu rechnen sei. Hier gibt es bei vielen der sechzehn vorgesehenen Projekten heftige Gegenwehr von Naturschützern.

In einem Bereich aber lief es bisher wie am Schnürchen: beim Bau von Solaranlagen auf Dächern. Während mehrerer Jahre stieg das Volumen der realisierten Anlagen um 50 Prozent. Das heisst, es wurden in jedem Jahr um die Hälfte mehr Solaranlagen installiert. Entsprechend häuften sich die Jubelmeldungen der Solarbranche in den Medien.

Doch jetzt ist es auch hier anders als gedacht: Der Solarzubau in der Schweiz schwächelt. Bereits letztes Jahr konnte der Branchenverband Swissolar nur noch ein Plus der installierten Anlagen von 10 Prozent vermelden. Bei den neuen Anlagen auf Einfamilienhäusern war schon damals ein Rückgang von 3 Prozent zu verzeichnen. Für dieses Jahr rechnet Swissolar sogar mit einem Marktrückgang von 10 Prozent. Falls das zutrifft, würden 2025 erstmals weniger neue Solaranlagen montiert als im Vorjahr.

Einige Zahlen fallen gar noch dramatischer aus. So ist die Anzahl der neuen Klein-Solaranlagen bis 100 Kilowatt, die bei der Zertifizierungsstelle Pronova gemeldet werden, im Juli gegenüber dem Januar dieses Jahres um satte 29 Prozent gesunken. Bei Swissolar ist man überzeugt, dass es sich beim Rückgang nur um eine vorübergehende Delle handelt. Weil die im Stromgesetz vorgesehene neue Minimalvergütung für Solarstrom erst 2026 in Kraft trete, würden viele Investoren erst mal abwarten, heisst es auf Anfrage. Zur Verunsicherung habe auch beigetragen, dass unklar sei, ob die Besitzer künftig in sehr sonnigen Phasen ihre Anlagen wegen Stromüberfluss abregeln und somit auf einen Teil ihrer Einnahmen verzichten müssten.

Es könnte aber auch anders sein. Möglicherweise sind inzwischen die meisten Leute, die auf ihrem Dach aus idealistischen Gründen eine Solaranlage installieren, bereits versorgt. Andere, die mehr auf das Geld achten, halten sich jedoch mit entsprechenden Investitionen zurück. Dann könnte der Sinkflug der Solarbranche länger anhalten.

 

Weit hinter dem Ziel

Falls dem so ist, wäre die Energiewende in der Schweiz akut gefährdet. Denn im Rahmen des vom Volk angenommenen Stromgesetzes ist bis 2035 ein Ausbau der neuen erneuerbaren Energie auf jährlich 35 Terawattstunden vorgesehen. Geht man von der realistischen Annahme aus, dass dieser Zubau hauptsächlich durch Solaranlagen bewerkstelligt werden muss, wäre bis in zehn Jahren ein Zubau von jährlich etwa 2,7 Gigawatt Solarleistung notwendig. 2024 waren es aber nur 1,8 Gigawatt, und dieses Jahr voraussichtlich nur etwa 1,6 Gigawatt.

So wird es nie und nimmer gelingen, den Atomstrom zu ersetzen und die künftige Schweizer Energieversorgung zu sichern.

 

Alex Reichmuth ist Redaktor beim Nebelspalter.

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