Auf dem Gruppenbild der europäischen Vertreter mit Wolodymyr Selenskyj nach der Audienz bei Donald Trump machte Emmanuel Macron bildlich die Faust im Sack. Noch in der Nacht gewährte er einem französischen Sender ein Interview, in dem er Wladimir Putin ein «Raubtier» und einen «Kinderfresser» nannte und für die Entsendung von Truppen in die Ukraine plädierte. Bei einem Besuch in Grönland hatte er zuvor Frankreichs Bereitschaft zur militärischen Unterstützung Dänemarks im Fall amerikanischer Annexionsgelüste bekundet. «Ein Krieg würde ihm endlich eine Rolle auf der Höhe seiner Selbsteinschätzung bescheren», sagt der renommierte französische Historiker Marcel Gauchet, der schon lange den «Realitätsverlust der Eliten» beklagt. Im Gespräch mit Jürg Altwegg nimmt er auch zu Putin und Trump kein Blatt vor den Mund. In Frankreich, so Gauchet, könnte das Gespräch nicht gedruckt werden. zur Story
Sie ist eine der grössten Zeitungsente der jüngsten Schweizer Geschichte, die Berichterstattung der Tamedia-Zeitungen über einen Polizeieinsatz in Bern. Ein renitenter und unter Drogen stehender Marokkaner wurde vor vier Jahren bei einer Kontrolle von Polizisten am Boden fixiert. Tamedia-Journalisten, die danebenstanden, machten daraus einen Schweizer George-Floyd-Fall. Bis vor Gericht alles einstürzte. Haben sie aus den Erfahrungen gelernt? Eher nicht, wie ein Blick ins brennende Lausanne zeigt. zur Story
André Kistler hat eine glänzende Karriere hingelegt. Vom Stift bei der damaligen Schweizerischen Bankgesellschaft entwickelte er sich zum Börsenexperten und baute mit dem Vermögensverwalter Albin Kistler ein Unternehmen auf, das heute rund neun Milliarden Franken Vermögen betreut. Für den Aktienpapst ist es keine Hexerei, mit Wertpapieren Geld zu verdienen. Was es brauche, sei Geduld. «Die Aktienbörsen steigen langfristig immer. Börsenerfolg ist gewissermassen garantiert.» zur Story
Energieminister Albert Rösti hat raumöffnende Aktionen eingeleitet: Der indirekte Gegenvorschlag zur «Blackout-Initiative» sieht die Bewilligung neuer Kernkraftwerke in der Schweiz vor: «Der Bundesrat will die Stromversorgungssicherheit auch in der langen Frist weiter erhöhen und dabei die Technologieoffenheit ermöglichen.» Aber noch viel wuchtiger ist das, was in den USA passiert. Das Spezialheft Weltwoche Grün, das dieser Ausgabe beiliegt, lässt unter dem Titel «Eine neue Ära für die Kernenergie» prominente Autoren zu Wort kommen, die zeigen, welche neuen Möglichkeiten sich durch Amerikas Innovationsinitiativen eröffnen. Die Genehmigung und der Einsatz fortschrittlicher Reaktoren werden beschleunigt. Ein regelrechter Stromstoss ist die Aussicht, dass die amerikanische Forschung mit dem hiesigen Paul Scherrer Institut zusammenarbeiten will.
In eigener Sache: Auf vielfachen Wunsch aus der Leserschaft und aus der Wirtschaft geht die Weltwoche mit einer digitalen französischsprachigen Ausgabe in der Westschweiz an den Start. La Weltwoche: Die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt. Jetzt auf Französisch! Mit im Angebot ist Roger Köppels Erfolgs-Podcast «Weltwoche daily», Nummer 1 der Schweiz mit annähernd 400.000 Youtube-Abonnenten. Ihr gutgelaunter Nachrichtenstart in den Tag, jeden Morgen ab 6.30 Uhr. Die Plattform wird zusammen mit dem Angebot in der Deutschschweiz kontinuierlich ausgebaut, unter Verwendung modernster Technologien. Wir freuen uns über Ihren Besuch: weltwoche.ch/fr
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