Als wir Hardrock-Legende Chris von Rohr fragten, ob er Lust hätte, den Herbst und die damit verbundenen Gefühle in Worte zu fassen, packte ihn die Inspiration, und er holte zu einer wunderbar feinfühligen Ode ans Älterwerden aus. Durch seine Lebenssanduhr riesle gerade Herbstgold, schreibt der Krokus-Gründer. Und: «Oh Herbst, wie lieb ich dich!» zur Story
Silas Zindel
Die Nachricht warf in den Medien keine grossen Wellen, als die hoch über Zürich thronende, angesehene Eidgenössische Technische Hochschule die Einrichtung eines neuen Instituts bekanntgab. Das Ziel der «Albert Einstein School» soll darin bestehen, «Public Policy», also Politikberatung, mit Naturwissenschaft und Technologie zu verbinden. Führend dabei sind alt Bundeskanzler Walter Thurnherr, die ehemalige Präsidentin der Covid-Task-Force, Tanja Stadler, und ein Ex-Berater von Robert Habeck. Die Frage stellt sich allerdings, ob die ETH sich einen Gefallen tut, wenn sie sich auf diese Weise in die Politikgestaltung einmischt mit Leuten, die, wie die Recherchen von Kollege Philipp Gut zeigen, eine offenkundig grüne bis linke Agenda vertreten. Die Verschweissung von Politik, Technologie und Naturwissenschaft ist ein heikles, am Ende unwissenschaftliches Unterfangen. Und gerade die Erfahrungen aus der Covid-Pandemie haben gezeigt, wie sehr die übertriebene Nähe zwischen Staat und Wissenschaft das Vertrauen in beides untergräbt. Es erstaunt, dass Bildungsminister Guy Parmelin (SVP) dem fragwürdigen Vorhaben kritiklos seinen Segen gab. zur Story
Nach fast fünfzig Jahren Mitgliedschaft und Höhepunkten wie Kantonsratspräsidium und Statthalteramt in Zürich tritt der 77-jährige SP-Doyen Hartmuth Attenhofer aus der Partei aus. Zuerst war da die laue Reaktion der SP-Führung auf das Hamas-Attentat in Israel. Dann kam die verbale Entgleisung Cédric Wermuths gegenüber dem US-Präsidenten («Fuck you, Mr. Trump»). Attenhofer: «So redet man nicht!» Das Fass zum Überlaufen brachte die «Schande von Bern». Die Analyse des Doyens greift tief, sie betrifft den Kern der Partei. Hartmuth Attenhofer sagt, die SP habe den Kontakt zur werktätigen Basis verloren. «Die SP macht nicht mehr die Politik, für die sie einst stand.» zur Story
Grossbritannien, vor einem guten Jahrhundert weltumspannendes Imperium, ist zu einem abschreckenden Beispiel geworden. Exemplarisch lässt es sich daran ablesen, was eine zügellose Einwanderung mit einer Gesellschaft anstellt: gescheiterte Integration, soziale Konflikte, galoppierender Antisemitismus, rapide Islamisierung. Scharia-Gerichte fällen fundamentale Urteile in einer Parallelwelt. «Die Masseneinwanderung hat der Geschichte des Vereinigten Königreichs grösseren Schaden zugefügt als der Zweite Weltkrieg», sagt Rafe Heydel-Mankoo. Der Spross europäischen Adels zählt zu den scharfzüngigen Kritikern der Unterwanderung westlicher Werte. Im Gespräch mit Urs Gehriger erklärt er, was Europa aus Britanniens Fehlern lernen kann, und er warnt vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen, falls die Immigration nicht massiv gedrosselt werde. zur Story
Am 1. November 1755 erschütterte ein gewaltiges Erdbeben Lissabon. Die reichste Stadt Europas wurde fast vollständig zerstört. Doch damit nicht genug. Der Tsunami, der durch das Erdbeben ausgelöst wurde, verschlang als Monsterwelle jene Bewohner, die sich am Ufer des Tejo in Sicherheit gebracht hatten. Und dann wütete auch noch ein Feuersturm durch die Ruinen der Stadt. Die Katastrophe erschütterte die Menschen in ganz Europa und brachte auch das christliche Weltbild ins Wanken: Wie konnte Gott so etwas zulassen? Der Aufklärer Kant suchte nach einer rationalen Erklärung jenseits von Schuld und Sühne. Er wurde damit zu einem der Begründer der Geowissenschaft, wie der Philosoph Gerhard Streminger schreibt. zur Story
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