Als Weltwoche-Autor Philipp Gut dieser Tage bei Servus TV in Wien zu Gast war, unterlief ihm bei seiner Brandrede gegen die österreichische Form der Brandmauer ein Freudscher Versprecher: Er nannte Herbert Kickl an einer Stelle versehentlich «Kanzler». Das mag damit zusammenhängen, dass er noch das zuvor geführte Interview mit dem FPÖ-Chef und derzeit beliebtesten Politiker des Landes im Ohr hatte. Darin äussert sich Kickl in gewohnter Klarheit und Schärfe zu den aktuellen Zuständen. Zuerst gehe um das Volk, dann erst um die Kanzlerschaft. Ausserdem skizzierte er seine Idee für einen Frieden in der Ukraine. zur Story
Linda Pollari
Kein Tag ohne Kritik. Der Bundesrat hat die Deutungshoheit über die EU-Verträge. Die Kritik reisst nicht ab, ist zudem vielseitig und tiefgreifend. Der einflussreiche Mitte-Ständerat Beat Rieder hat in einem Interview mit der NZZ das EU-Stromabkommen zum Abschuss freigegeben, fällt mit ihm das ganze Paket? Dass die Kritiker aufgeholt haben, hat mit den schlechten Verträgen zu tun. Vor allem aber mit der Art und Weise, mit der der Bundesrat sie durchdrücken will. zur Story
Staatssekretärin Martina Hirayama stand in den letzten Monaten deutlich weniger in den Schlagzeilen als Helene Budliger Artieda, ihre Kollegin im Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung. Dennoch erarbeitet auch sie mit ihrem Team wichtige Grundlagen für die Entscheidungen von Bundesrat, Parlament und Souverän. Im Gespräch mit der Weltwoche erläutert Staatssekretärin Hirayama, warum die Schweiz bezüglich Innovation weltweit zuoberst auf dem Podest steht. Es fehlt der Vorgesetzten von 340 Mitarbeitern im In- und Ausland aber auch nicht an Herausforderungen. Sie zählt dazu den Bedarf an Fachkräften, die internationale Zusammenarbeit sowie die Rahmenbedingungen für die Innovationsfähigkeit. zur Story
Reto G. Gaudenzi prägt den Snow Polo World Cup St. Moritz wie kein anderer. Nach einem schweren Reitunfall 2024 mit Genickbruch beendet der 73-jährige Ur-Engadiner seine aktive Polokarriere und zieht sich an die Seitenlinie zurück. Sein Lebenswerk bleibt das weltweit einzigartige Turnier auf dem gefrorenen St. Moritzersee, das er 1983 mitbegründete. Mit Millionenbudget, globaler Reichweite und grosser Wertschöpfung ist es heute der wichtigste Winterevent des Ortes. Im Gespräch mit der Weltwoche erklärt der Bündner, wie er das Polo-Turnier zu einem Wirtschaftsfaktor im Hochtal formte. zur Story
Mit seiner «Avatar»-Reihe hat der kanadische Regisseur James Cameron eine eigene Galaxie geschaffen, ein Universum, das Heerscharen von Kinogängern anlockt. Der erste Film spielte 2,9 Milliarden Dollar ein, der zweite 2,3 Milliarden. Nun ist der dritte auf den Leinwänden zu sehen, und erneut zündet Cameron ein Super-Mega-Blendwerk, besessen von den neusten Möglichkeiten der Technik. Mit seinem Stil der ästhetischen Überhöhung erinnert er an eine umstrittene Vorgängerin: Leni Riefenstahl, die sich mit ihren Filmen in den Dienst des Nationalsozialismus stellte. zur Story
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