Die Weltwoche hat Ende August ihre französischsprachige Digitalausgabe laciert. Das Echo ist erfreulich. Jetzt flammt die Diskussion um das Frühfranzösisch neu auf. Der Zürcher Kantonsrat hat entschieden, den Französischunterricht erst ab der Oberstufe für obligatorisch zu erklären. «Ein Kapitalfehler zum dümmsten Zeitpunkt», schreibt Chefredaktor Roger Köppel. Kolumnist Peter Rothenbühler, perfekt zweisprachig, legt nach: «Es geht um unsere kulturelle DNA.» Seiten 3, 14
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Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter brachte das Kunststück fertig, nach ihrem Auftritt am 1. August auf dem Rütli auch das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Mollis vom Zollstreit und ihrem diplomatischen Waterloo überschatten zu lassen. Während sie Giftpfeile nach Amerika schickte, lobte sie sich selbst. Aber Donald Trump ist nicht an allem schuld, was schiefläuft. Der Bundesrat, angeführt von einer strauchelnden Bundespräsidentin, gibt eher das Bild einer Chaostruppe ab als das einer souveränen Führungsriege. Hausgemachte Skandale und Probleme beschäftigen die Departemente, wie Philipp Gut aufzeigt. zur Story
Nach dem Unfalltod eines siebzehnjährigen Jugendlichen mit kongolesischen Wurzeln in Lausanne gehen die Wogen hoch. Sein Sterben bei der Flucht auf einem gestohlenen Roller ist tragisch, aber selbstverschuldet. Der Gewaltausbruch in der französischen Schweiz durch junge Afrikaner, unterstützt von linksextremen Einheimischen, erschreckte die Schweiz. Jetzt werden die Polizisten als Sündenböcke, ja, als Rassisten hingestellt. Eine Ehrenrettung der Ordnungshüter ist längst fällig. Sie sind die letzte Verteidigungslinie der Zivilisation, schreibt Christoph Mörgeli. zur Story
Der Schriftsteller Rolf Dobelli veröffentlicht im Dezember sein neues Buch bei Diogenes: «Jetzt sind Sie gefragt» – eine Sammlung existenzieller Fragen im proustschen Stil. Die Weltwoche präsentiert ab sofort einmal im Monat eine Auswahl. Kostprobe: «Gesetzt den Fall, Sie hätten Ihren Mann oder Ihre Frau durch einen Vermittler kennengelernt. Rückwirkend betrachtet: Welches wäre eine angemessene Provision gewesen?» zur Story
Keine Woche ohne Palästinenser-Demo. Als ob es auf der Welt kein anderes Elend gäbe. 110 Konflikte toben auf der Welt. Im Sudan, im Jemen oder in Nigeria sterben massenhaft Menschen. Jeder siebte Christ wird verfolgt oder muss um sein Leben fürchten. Diese Gräuel verbleichen in den Medien zu Randnotizen – nach dem Motto: «No jews, no news». «Die Fokussierung auf Juden als ‹Täter› nimmt obsessive Formen an», schreibt Urs Gehriger und wirft einen Blick auf das Elend im Schatten von Gaza. zur Story
Los Angeles glänzt in der Sonne Kaliforniens und brennt innerlich. Hinter der glamourösen Fassade herrscht Angst: Vermummte Agenten reissen Menschen aus ihrem Alltag, Familienväter verschwinden spurlos, während Bürgerrechtler gegen eine Bundesregierung kämpfen, die ihre eigenen Gesetze missachtet. Bürgermeisterin Karen Bass stellt sich Truppen entgegen, Anwälte retten Kinder vor der Abschiebung, Bloggerinnen schreiben über Militäreinsätze in der Innenstadt. Daniel Ryser berichtet aus einer der grössten Wirtschaftsmetropolen der Welt, die zwischen Millionärsvillen und Obdachlosencamps, Palmen und lodernden Wäldern zum Brennglas der amerikanischen Demokratie wird. Bilder von Tomo Muscionico illustrieren die Reportage. zur Story
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